Morges um Sieben war es dann endlich soweit, Mama und Papa sind in Sydney gelandet. Natürlich haben wir es uns nicht nehmen lassen die beiden abzuholen! Wenn auch etwas verzögert ;)

Während meine Eltern loszogen um ihren coolen Van abzuholen, mussten wir zwei uns beeilen nach Cronulla zu kommen, denn dort startete unsere vier-tägige Ausbildung zum zertifizierten Scuba Taucher.

Nach einem Tag Tauchtheorie haben wir uns abends alle vier am Campingplatz getroffen. Meine Eltern haben an dem Tag erst einmal den endlos langen Flug verarbeitet und ihren Campervan genauer betrachtet mit dem sie gleich im dichten Sydney-Stadt-Linksverkehr fahren mussten.

camper

Den nächsten Tag verbrachten die beiden in den wunderschönen „Blue Mountains“ und hatten tierisch Glück einen sehr engagierten Gruppenführer zu haben. Wir zwei haben den Tag im Pool verbracht, aber nicht im entspannenden Sinne. Beladen mit unserer kompletten Tauchausrüstung, die rund 30 Kilo wiegt, haben wir alles Notwendige geübt um für den Ozean vorbereitet zu sein. Wir können nur sagen, da gehört eine ganze Menge dazu über die man sich vorher keine Gedanken macht. Spaß gemacht hat es allemal und wenn man sich daran gewöhnt hat unter Wasser zu atmen fällt es auch nicht schwer das Atemgerät mal aus dem Mund zu nehmen, im Falle man verliert es beim Tauchen oder das zweite Gerät seines „Tauchbuddies“ zu nutzen. Tauchpartner deshalb, da man immer zu zweit tauchen sollte. Des Weiteren mussten wir fast unsere gesamte Ausrüstung im Wasser abnehmen und anlegen, die Tauchbrille komplett abnehmen und vom Wasser befreien und und und. Man weiß ja nie, was einem im Meer so passiert.

Tag drei in Sydney verbrachten meine Ellis in der City während wir Tauchverrückten uns in den Ozean wagen sollten. Der Ozean war ein himmelweiter Unterschied zum Pool! Unglücklicher Weise hatten wir auch nicht die besten Bedingungen, was wir allerdings sehr schätzten, denn lieber zu Beginn diesen Bedingungen ausgesetzt sein und wissen, wie man damit umgehen muss, als irgendwann später unverhofft darauf zu stoßen. Beim ersten der Zwei Tauchgänge hatten wir eine Sichtweite von einem Meter! Halleluja! Und dabei mussten wir noch Übungen unter Wasser machen. Auf einmal was das mit der Tauchbrille eine ganz andere Geschichte. Sechs Meter tief am Grund und dann noch Salzwasser in der Nase und ja nicht vergessen durch den Mund zu atmen. Einige wurden sogar Seekrank, weil wir einige Zeit an der Oberfläche verbrachten und uns der Wellengang ganz schön durchgeschüttelt hat. Der zweite Tauchgang hatte etwas bessere Bedingungen, was uns alles ein wenig erleichterte.

Am Abend trafen wir uns alle in Sydneys Chinatown um ein leckeres, asiatisches Mahl zu uns zu nehmen. Meine Eltern waren tierischst platt, da die beiden die ganze Stadt zu Fuß auseinander genommen haben :-)

chinatownsydney

Tag vier begann mit einem kleinen Malheur, denn nach drei Tagen Stillstand sprang der Van meiner Eltern nicht mehr an, aber nach einem kurzen Telefonat war die Hilfe innerhalb von fünf Minuten da und hat die Batterie wieder zum Laufen gebracht. Somit konnten wir gemeinsam in den „Botany Bay Nationalpark“ fahren, in dem die letzten beiden Tauchgänge für unser Zertifikat anstanden. Die Sichtweite an dem Tag waren sagenhafte 8 Meter und schon hat die Sache doppelt so viel Spaß gemacht. Mit dem Kompass unter Wasser, ohne Tauchbrille, Notfallauftauchen mit Partner und Ausrüstung an der Oberfläche ab- und anlegen. Nachdem wir jeweils unsere Pflichtaufgaben erledigt hatten, bei dem uns ein halben Meter langer „Groper“ beobachtet hatte, ist Ray, unser brasilianischer Instructor , mit uns auf Fisch- und Korallensuche gegangen. Die Welt unter Wasser war so beeindruckend und zwei Stachelrochen haben auch noch unseren Weg gekreuzt. Oder eher umgekehrt ;)

 diveboth

Mama und Papa haben uns ein wenig an der Oberfläche beobachtet und bestaunten dann bei einer Tasse Kaffee den Strand und die beeindruckenden Felsformationen.

Auch mit meinen Eltern haben wir uns nicht nehmen lassen ein paar Kröten zu sparen, indem wir auf freien Campingplätzen übernachtet haben.  Die zwei hatten eine schön breite Matratze in ihrem Van und sogar ‘nen Waschbecken mit Wassertank. Luxus für uns ;)

Die nächsten Städtchen, die wir uns angeschaut haben waren Newcastle und Port Macquarie, wobei letzteres durch einen herrlichen Bretterweg durch einen Subtropischen Regenwald und das Koalakrankenhaus in Erinnerung blieb.

Auch das Hinterland der Küste blieb nicht von uns verschont und so fuhren wir zum „Dorrigo Nationalpark“ von dem man eine kilometerweite Aussicht über die Wälder genießen konnte. Eine dreistündige Wanderung mit wunderschönen Wasserfällen hat den Aufenthalt noch gekrönt.

dorrigo

 Byron Bay, der ultimativen Backpackerstadt haben wir einen Besuch abgestattet, allerdings hat Rob seine Surffähigkeiten lieber in Coffs Harbour getestet. Gar nicht mehr so einfach nach so vielen Jahren ohne Brett :p

In „Brunswick Heads“ haben wir uns dann mal einen Tag zum Faulenzen gegönnt und das kühle Nass sowie die Sonnenstrahlen genossen.

Bevor wir das letzte Mal ein Teil des Hinterlandes erkundeten, ließen wir uns von gut platzierten Werbeplakaten verleiten und machten uns auf den Weg zur „Tropical Fruit World“. Eine Farm, die die weltweit meisten unterschiedlichen tropischen Früchte anbaut. Und wie sich das gelohnt hat! Erst einmal gab es eine Traktortour durch die Plantagen, in denen uns etliche Früchte benannt und gezeigt wurden. Auf einem Stopp gab es frische Bananen, die wir in zwei verschiedene natürlich hergestellte Sirups tauchen durften, lecker! Der zweite Stopp brachte uns zu den Macadamianussbäumen, unter denen wir uns die Bäuche mit Nüssen vollschlugen, herrlich. Teil zwei des Ausflugs war eine Bootstour durch den Wald, bei dem wir Enten gefüttert haben, die wie wild gewordene Viehcher auf uns zu rasten. Am Ufer konnten wir die Wasserdrachen, eine Echsenart, beim Sonnen beobachten. Danach wurden wir in den Streichelzoo zum Füttern gelassen. Wir konnten Mutti sogar davon überzeugen allen Mut zusammen zu nehmen und einen Emu zu Füttern :-) Zum Schluss durften wir sogar noch zur Fruchtverkostung, bei der die momentan reifen Früchte liebevoll aufgeschnitten wurden. Einzeln wurde uns erklärt, welche Frucht welche Vitamine und natürliche Heilkräfte enthält. Ich glaube wir haben in unserem Leben noch nie so viele Früchte auf einmal gegessen. Jakfruit, Pitaya in rot und weiß, Sternfrucht, Kiwi, Puddingapfel, Baumtomate, Mango und Passionsfrucht waren nur einige der Früchte. Am lustigsten war die „Miracle Fruit“ – die Wunderfrucht. 30 Sekunden, nachdem wir diese gegessen hatten, sollten wir in eine Zitrone beißen, die auf einmal statt sauer megasüß schmeckte! Da haben wir nicht schlecht gestaunt.

tropfruitworld

Noch am selben Abend kamen wir im „Springbrook Nationalpark“ an. Wie die Faust auf’s Auge hat das Timing gepasst, denn wir wollten uns die Glühwürmchen bei der „Natural Arch“ anschauen. An der Stelle wo sich der Fluss atemberaubend durch den Felsen gefressen hat, entstand eine Unterhöhlung, in der nun hunderte Glühwürmchen leben. Und nicht nur die, nach einer kleinen Weile bekamen wir in der Dunkelheit mit, dass wir umgeben waren von dutzenden Fledermäusen – ein Spektakel.

Der folgende Tag war der einzige Tag an dem es mal so richtig geregnet hat, aber wo wenn nicht im Regenwald! Somit hatten wir eine absolut authentische Atmosphäre bei unserer Wanderung.

rainforrest

Am letzten Tag vor der Ankunft in Brisbane haben wir in Surfers Paradise Halt gemacht. Eine Stadt nur für Touristen, an dessen Stränden Hochhäuser in den Himmel wachsen.

 surfers

Dann war es auch schon so weit, wir sind in Brisbane angekommen. Trotz dessen die Zeit mit meinen Eltern fast vorbei war, hatten wir noch so einiges Spannende zu erleben. Einen Tag verbrachten wir in der Innenstadt, wo wir die Skyline bei einer Flussfahrt auf einem Katamaran bewunderten und meine Ellis noch die letzten Souvenirs einsacken konnten.

Dank Roberts Spieltrieb, genossen wir einen Tag im Wasserpark „Wet’n Wild“, in dem wir alle riesigen Spaß hatten und jedem von uns das ein oder andere Mal der Atem stockte. Vor allem die Rutsche in der man im freien Fall einen Looping überwinden musste, ließ uns alle schwitzen. Wenn man uns nicht gesehen hat, Muttis Schreie waren kaum zu überhören ;-)

Auch den berühmten „Australia Zoo“, Home of the Crocodile Hunter ließen wir uns nicht entgehen. Wir durften Koalas, Kängurus, Wallabys und Krokodile streicheln, Elefanten füttern und eine beeindruckende Vogel-, Schlangen- und Krokodilshow ansehen. Im Zoo hatten wir auch endlich die Gelegenheit die in Australien heimischen Tiere in Ruhe aus der Nähe zu betrachten.

zoo

Den letzten vollen Tag verbrachten wir wieder am Strand, denn wir beide hatten eine Kitesurfstunde, die wir nicht verpassen wollten. Vor allem Robert hat dabei Blut geleckt und möchte gern wieder kitesurfen. Zum Mittag gab‘s dann traditionell „Fish ‘n Chips“ am Strand :-)

fishchips

Mama und Papa haben wir im Flughafen von Brisbane verabschiedet und beide sind auch gut wieder zu Hause angekommen. Danke ihr zwei für die wunderschönen drei Wochen, die wir sehr genossen haben und hoffen, dass sie euch wie uns immer in Erinnerung bleiben werden :-)

 

 

31.03.2012

Ab nach Sydney!

Robert ist die lange Strecke zum Glück nicht fahren müssen, stattdessen flog ich auch nach Melbourne und wir haben die Richtung unserer Australien Rundreise einfach mal gegen den Uhrzeigersinn gedreht.
Beide wieder angekommen in unserer fast schon Zweitheimat Melbourne suchten wir nach Jobs um unsere Kasse ein wenig aufzubessern. Allerdings stellte sich das als schwerer heraus als angenommen, gegeben den Tatsachen, dass wir nur drei Wochen bleiben würden und die Erntesaison vorüber war.
Trotzdem hatten wir Glück und konnten ein paar Tage auf einer Blumenfarm jobben, auf der wir Lilien pflanzten, pflückten und pflegten :)
Die freien Tage haben wir genutzt um uns noch ein paar Attraktionen in und um Melbourne anzuschauen. Eine davon war „Souvereign Hill“ eine arrangierte Goldgräberstadt, die das Leben in der Gegend vor 200 Jahren darstellte. Ein dunkler Minengang, semierfolgreiches Goldwaschen, rot gekleidete Soldaten mit Paradeschüssen und die authentische Athmosphäre ließ uns leicht die Zeit zurückdrehen. Neugierig schauten wir in jeden Laden und bestaunten die Einrichtung der Häuser, des Hotels und plauderten mit dem Postmann, der eine schnippische Bemerkung über meine unangemessene Kleidung machte. Bei fast vierzig Grad war mir allerdings nicht nach einem Kleid mit Unterrock zu Mute ;) Abgerundet wurde der Tag mit authentischen Fotos von uns beiden, ein Prachtexempaar :)
Auch die Pinguinparade auf „Phillip Island“ haben wir uns nicht entgehen lassen. Abgesehen von der schönen Landschaft, die von Klippen und Felsen geprägt war, sind die Attraktion der Insel die weltkleinsten Pinguine. Wir hatten Glück und erwischten die drolligen Vögel während der Zeit, in der sie ihr Federkleid wechselten. Somit konnten wir vor der Ankunft der Pinguine zu Sonnenuntergang sogar einige an Land bewundern die wegen des Mauserns nicht in den kalten Ozean watscheln konnten. Als die Dämmerung begann, starrten wir gespannt auf den dürftig beleuchteten Strand und freuten uns als wir die Umrisse der ersten Pinguine sahen. Geduldig warteten diese bis ein kleiner Pulk entstand und sie sich endlich an Land trauten. Einige der kleinen Gesellen hatten sich noch nicht gemausert, was an ihrer überdurchschnittlich runden Statur zu erkennen war. Das Mausern dauert einige Wochen, in denen die Tiere nicht zur Futtersuche ins Meer können und sich vorher ordentlich fett anfressen müssen. Aber gerade die dicken Gesellen bereiteten die größte Freude. Von ihrem Zusatzgewicht behindert, waren sie nicht so schnell wie die schlanken Freunde und mussten alle paar Meter eine Verschnaufpause auf dem Bauch einlegen, bevor sie der Gruppe hinterher hetzten. Ein Spaß zum Beobachten ;)
Das Füttern von Kakadus im Eukalyptuswald der Dandenongs haben wir uns auch nicht entgehen lassen. Ich wollte den stolzen weißen Vögeln ganz nahe sein, was ich auch gern mit ein paar blutigen Kratzern und einer kleinen Bisswunde bezahlt habe. Kakadus haben scharfe Krallen, kräftige Schnäbel und sind wilde Tiere (nur als Warnung anderer Fütterungsbedürftiger). Robert blieb da lieber auf Fotoschussdistanz. :)
Und wie es immer so ist, verging die Zeit wie im Flug und wir beide machten uns auf den Weg nach Sydney, wo meine Eltern in wenigen Tagen zu ihrem ganz besonderen Urlaub ankommen sollten.
An dieser Stelle möchte ich mich verbessern und sagen wir DREI machten uns auf den Weg, denn unser uns nun hoffentlich treues Auto sollte nicht vergessen werden :)
Wir hielten die Strecke von Melbourne nach Sydney relativ direkt, fuhren zwar entlang der Küste, machten aber nur ein paar Stops. Einer davon war Wilsons Promontory Nationalpark, der uns schön aber leider auch verregnet in Erinnerung bleibt.
Bevor wir nach Sydney hinein fuhren, planten wir beide noch einen Tag in den berühmten Blue Mountains, dem Sandsteingebirge westlich der Metropole.
Hier ist der richtige Zeitpunkt um unsere Übernachtungsstellen zu erwähnen. Da wir beide versuchen unser Geld so wenig verschwenderisch zu behandeln wie möglich, schlafen wir oft auf kostenlosen Plätzen in unserem treuen Auto. Das sind meistens Rastplätze direkt am oder nahe dem Highway. Allerdings war die kostenlose Sache in den Blue Mountains nicht so einfach, überall war campen verboten. Aber wir geben da nicht so schnell auf und lasen auf einem kleinen Schild, dass es durchaus zwei kostenfreie Campingplätze gab. Na dann, nichts wie hin. Hinderlicher Weise war die Beschreibung derjenigen sehr knapp und nun fing es auch noch an zu dämmern. Eine enge und stark gewundene Straße führte uns in einen dunklen Wald, entlang moosbewachsener Felsen. Kein Auto kam uns entgegen, kein Licht war zu sehen. Wir schauten uns beide an und stellten fest, dass dieser Moment gut und gerne der Beginn eines Horrorfilms sein könnte. Aber zurückkehren wollten wir auch nicht und so fuhren wir in ein tiefes Tal. Auf einmal LICHT! Ich schrie ROB, hier rein. Eine Vollbremsung später befanden wir uns inmitten eines Waldes umgeben von dutzenden anderen Verrückten. Und wir dachten wir würden die einzigen sein, oh man wir haben kaum einen Stellplatz gefunden. Immer wieder beeindruckend :)
Der folgende Tag in den Blue Mountains war wunderschön, der tagelange Regen und der blaue Himmel ließ alle Wasserfälle in ihrer schönsten Pracht erscheinen. Die Aussicht über die bewaldeten Sandsteinfelsen war fantastisch. Und so ließen wir es uns nicht nehmen einem mehr als hundert Jahre alten Wanderweg zu folgen. Der uns zeigte, dass unsere Kondition mittlerweile stark zu wünschen übrig lässt.
Dann kam der Tag! Mama und Papa hier in Australien, ich konnte es kaum erwarten!
Ab hier könnte ich über die nächsten drei Woche einen Roman schreiben, aber ich werde versuchen mich kurz zu halten ;)

Nachdem wir von Port Augusta mit einer Propellermaschine nach Adelaide und von dort mit Virgin Australia nach Perth geflogen wurden, trafen wir für Nico und Marie etwas zu früh in Perth ein, weil die beiden auch am gleichen Tag noch aus Exmouth zurückkamen. Letztendlich kamen wir aber noch am selben Abend ohne große Probleme in der ruhig gelegenen Wohnung der beiden zusammen.

Da die beiden fleißigen Mediziner unter der Woche normal arbeiten mussten, erkundeten wir vormittags die Stadt auf eigene Faust. Dabei gab es für Robert viel Neues und für Doro viel Altbekanntes zu sehen. Die Nachmittage verbrachten wir meistens mit Nico und Marie und besuchten den Kings Park mit seiner fabelhaften Aussicht und die vielen Strände Perths, wobei einer schöner als der andere war. Neben den tollen Unternehmungen und der perfekten Unterkunft verdanken wir unseren Gastgebern auch eine geniale Party zum „Australia Day“, welchen wir bei Kim und Matt, einem irisch-englischem Pärchen, traditionell mit einem großen Barbecue feierten und anschließend gemeinsam das Feuerwerk im strömenden Regen genossen. Dabei muss man sagen, dass Mutter Natur mit ihrem atemberaubenden Blitz- und Donnerspiel dem Feuerwerk schon ein wenig die Show gestohlen hat ;)

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Geplant war es ja eigentlich den Südwesten Australiens auf unserer Megaautofahrt von Adelaide nach Perth abzudecken. Das ist durch unser gemeines Getriebe jedoch nicht geschehen. Und da wir, sobald unser Auto wieder bei uns ist, weiter Richtung Norden reisen wollen, entschieden wir uns den Südwesten in einer Drei-Tages-Tour zu erforschen. Dabei erkundeten wir in einer Gruppe von 12 Leuten erneut außergewöhnliche Landschaften und bestaunten einzigartige Orte. Neben vielen Wanderungen entlang den wunderschönen Küsten, durften wir auch des Öfteren im südlichen Ozean eine Runde schwimmen. Den meisten Spaß machte dies bei der „Elephant Cove“. Dort konnten wir von Felsen die wie Elefanten aussahen in das türkis-grüne Wasser springen. Ein absolutes Highlight der Tour war das erklimmen eines 61 Meter hohen Baumes und das ganz ohne Sicherung. Da wurde es einem ganz anderes :-)

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Des Weiteren bestaunten wir die Baumwipfel des „Valley of Giants“ von seinem Treetopwalk und genossen die Honig-, Wein- und Schokoladenverkostung. Unterwegs gab es ein kleines Ölproblem mit unserem Tourbus, welches unser Guide Brando auf seine ganz eigene Weise reparierte… :D

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Am letzten Tag lernten wir noch einiges über die Geschichte des Landes im größten Leuchtturm Australiens, von welchem wir sehen konnten, wie der indische auf den Südozean trifft. Anschließend bestaunten wir noch den 2km langen „Busselton Jetty“ bevor wir wieder nach Perth zurückkehrten.

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Nachdem uns Nico und Marie wieder verlassen haben, lassen wir täglich am Strand die Seele baumeln. Für Robert ist das allerdings vorerst vorbei, da er sich heute auf den Weg nach Melbourne macht um unser langersehntes Auto allein 3500 Kilometer nach Perth zu fahren. Daumen drücken…

Bevor wir die 2000km Fahrt Richtung Perth antraten, haben wir noch einen halbtägigen Ausflug nach Hahndorf gemacht. So deutsch wie der Name klingt, ist das Dorf auch. Hahndorf ist die älteste, noch bestehende, deutsche Siedlung in Australien.

Nachdem wir die Kuckucksuhren in den Schaufenstern bestaunt haben, gönnten wir uns ein deftiges Mittagsessen um uns für die Fahrt zu stärken. Am Bienenstich und frischen Brezeln kamen wir natürlich auch nicht vorbei ;)

Motiviert und voll betankt machten wir uns am frühen Nachmittag auf den Weg nach „Port Augusta“, welche auch als Australiens Kreuzungsstadt bekannt ist. Dort treffen die Autobahnen von Perth, Adelaide und Alice Springs aufeinander. Für den Tag war das allerdings nicht unser Ziel, 150 km weiter westlich schlugen wir unser Camp auf. In einem Buschcamp in Kimba kamen wir zu Ruhe, in dem es sogar fließend Wasser gab, sehr luxuriös :-)

Früh morgens ging es für uns weiter und diesmal saß ich am Steuer um Robert etwas abzulösen. Alles fuhr sich bestens, Öl hatten wir erst gecheckt (man weiß ja nie) und hatten wir uns auf 9 Stunden am Steuer vorbereitet. Ganze 100km haben wir es geschafft, bis es ein lautes Geräuch gab, das dem eines Gasgebens an einer roten Ampel gleich kam. Schockiert schaute ich zu Robert. Der fünfte Gang wollte nicht mehr funktionieren. Ich fuhr an die Seite und wir tauschten Sitze, Robert wollte es auch einmal versuchen. Erste, zweite, dritte, vierte Gang, alles lief geschmeidig – fünfte Gang keine Chance!

Verzweifelt schauten wir uns an und entschieden im 4. Gang zum nächsten Mechaniker zu fahren, was in Australien auch gut eine Weile dauern kann. Den Mechaniker erreichten wir leider nicht, denn unser Auto gab den Geist schon zuvor auf. Genau vor einem Campingplatz in „Wudinna“ funktionierte gar kein Gang mehr und unser Getriebe hatte das zeitliche gesegnet.

Zum Samstag im Nirgendwo war es natürlich auch kein leichtes einen Mechaniker zu erreichen, aber alles war halb so wild, denn immerhin waren wir auf einem Campingplatz (mit Pool) und Steves Auto war über RACV (ähnlich dem ADAC) versichert. Am Sonntag hatten wir Glück und ein Mechaniker aus dem 150 km entfernten, noch kleineren Dorf „Elliston“ kam um uns abzuschleppen. Bis dahin hatten wir noch keinen blassen Schimmer, was mit unserem Auto los war und hofften nach einem Tag Reparatur doch die Weiterreise antreten zu können.

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Die Ernüchterung kam am Montagmorgen. Das Getriebe hatte ein Leck und somit das ganze Getriebeöl verloren, kurzum: es war hinüber. Stundenlange Gespräche mit Steve und RACV haben dann eine Notlösung ergeben. Das Auto wird nach Melbourne zur Reparatur geschickt und wir werden nach Perth geflogen. Gar nicht so schlecht, da die Versicherung alle Kosten gedeckt hat. Somit hatten wir Glück im Unglück, auch wenn wir uns den Weg nach Perth etwas anders vorgestellt hatten.

Ein gute Sache hatte das Ganze noch: wir konnten eher zu Nico und Marie um noch ein paar sonnige Tage mit den beiden zu verbringen :-)

Zurück von unserem einwöchigen Trip haben wir auf der Farm noch die letzten Vorbereitungen getroffen um endlich mit unserem eigenen Auto auf die große Reise gehen konnten. Steve hat das unseren Toyota Rav 4 so Outbacksicher gemacht, wie es ging. Ausgestattet mit Dachträgern und einer Dachbox, neuer Kupplung, neuen Stoßdämpfern, neuem Steuerriemen, einem Jumpstarter falls die Batterie leer ist, extra Benzinkanistern, Zigarettenanzünder für unseren Autokühlschrank, den wir uns geleistet haben und und und.

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Das Auto lief wie geschmiert auf der 10 Stunden Fahrt nach Adelaide. In der Haupstadt von Staat Südaustralien haben wir endlich die Sonne bekommen, die wir uns den ganzen Sommer in Melbourne gewünscht haben. Den ersten Tag haben wir deshalb gleich am Strand verbracht bei geschmeidigen 36 Grad :-)

Eine kurze Stadterkundung haben wir uns natürlich auch nicht entgehen lassen, aber unser Hauptgrund für den Aufenthalt war Kangaroo Island.

Diese berühmte Insel liegt südlich von Adelaide in der „Great Australian Bight“. Bekannt und geliebt von ihrer nahezu unberührten Flora und Fauna. Nachdem wir uns allerlei Angebote angesehen haben entschieden wir uns letztendlich für eine Zwei-Tages-Tour von Surf’n’Fun. So wurden wir am ersten Tag vom Hostel zum Cape Jervis gebracht. Von dort schiffte uns die teuerste Fähre pro Minute der südlichen Hemisphäre innerhalb von 45 Minuten auf die Insel. Am ersten Tag erwartete uns nach einer kurzen Kayakfahrt ein leckeres Barbecue bevor wir anschließend die „Remarkable Rocks“ und einige Robben am „Admirals Arch“ bestaunen durften. Übernachtet wurde an diesem Abend auf einer zu einem Hostel umfunktionierten Farm in Mitten eines Wildparks. So teilten wir das abendliche Lagerfeuer mit einigen wilden Wallabys und Possums, die die saftigen Früchte eines Baumes schlemmten. Der nächste Morgen begann mit einem Spaziergang entlang eines traumhaften Strandes. Danach begaben wir uns zum „Seal Bay“ wo wir Seelöwen aus nächster Nähe betrachten durften und probierten uns im Sandboarding in der „Little Sahara“. Bevor wir am Nachmittag die Insel wieder verließen genossen wir noch einige Stunden an einem idyllischen Strand im „Stroke Bay“. Wir hatten mit unserer Gruppe eine Menge Spaß und genossen die zwei Tage sehr.

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Zurück in Adelaide haben wir uns noch mit Wasserkanistern versorgt und unsere Benzinkanister aufgefüllt, um bestmöglich für das Outback gerüstet zu sein. Das Abenteuer Wüste sollte beginnen :-)

Der erste Stopp von der Farm auf dem Weg nach Adelaide war die traumhafte Great Ocean Road. Eine Küstenstraße, die sich entlang der Kliffs und Strände Richtung Westen schlängelt. Unglücklicher Weise hat uns der australische Sommer nicht begleiten wollen, stattdessen fühlten wir die Anwesenheit arktischer Winde und dunkler Regenwolken, die nur manchmal von Sonnenstrahlen durchbrochen wurden. Aber so beinharte Camper wie uns haut ja nichts aus der Bahn und so haben wir trotzdem alles mitgenommen was uns Mutter Natur so angeboten hat.

Ein herrlich weiß gestrichener Leuchtturm am Rande der malerischen Klippen säumte unseren Weg nach Apollo Bay, wo wir unser Zelt gegen den stürmischen Wind spannten. Von dort aus konnten wir mehrere Tagestouren starten, die uns unter anderem in den Otway Nationalpark führten. Ein uralter Regenwald, vor allem geprägt durch große Farne und Baumriesen, die wir auf eine ganz besondere Art bestaunen konnten. Der „Tree Top Walk“ ist ein Erlebnispfad, auf dem man 24 Meter über dem Waldboden läuft. Dort oben sahen die Baumriesen gleich ganz anders aus. Auf einem spiralförmigen Turm konnten wir sogar 46 Meter hoch steigen und mit den Baumkronen auf Augenhöhe sein. Bloß gut, dass es Robert mit seiner Höhenangst besser ging als mir ;)

 treetop

Natürlich haben wir es uns nicht nehmen lassen durch den Wald zu wandern, dazu nutzen wir den Erskine Wasserfall, an dessen Flussufer wir entlang marschierten, immer mit Blick auf dem Boden um nicht aus Versehen über eine Schlange zu stolpern. Die unzähligen Flussüberquerungen waren ein rutschiges Unterfangen bei ständigem Nieselregen, aber zum Glück sind alle halbwegs trocken geblieben.

 erskine

Auch die Küste wurde ausgiebig genutzt, Robert scheute den kühlen 14 Grad Luft- und gefühlten 18 Grad Wassertemperatur nicht und genoss die brausenden Wellen der australischen See.

Auf dem Weg ins Inland stoppten wir am Cape Otway, deren Straßen gesäumt waren mit Koalas, vor allem die kleinen Kameraden haben’s mir angetan :) Nicht verpasst haben wir natürlich auch die 12 Apostel, die mittlerweile nur noch als 6 Felsen aus dem Meer ragen.

In den „Grampians“, einem berühmten Gebirge des Bundestaates Victoria, haben wir in Halls Gap gecampt. In dem kleinen Örtchen am Rande der Berge wurde unser Drang Känguruhs zu sehen vollkommen gesättigt. Es hat förmlich gewimmelt von den hüpfenden Säugern. Höchst erfreut  konnten wir gemütlich Abendessen, während die Känguruhs um uns herum gegrast haben.

 roos

Eine Wanderung zum „Pinnacles Lookout“ war sehr abwechslungsreich und vor allem lohnenswert. Über riesige Felsen führte uns der Weg durch eine Felsenschlucht, genannt Grand Canyon (nach dem amerikanischen Vorbild) wobei wir letztendlich mit einem spektakulären Blick über das gesamte Victoria Valley belohnt wurden. Den McKenzie Wasserfall haben wir uns auch nicht entgehen lassen und dabei gelernt, dass Wasserfälle in ständiger Bewegung sind. Die Niagara Fälle wandern einen ganzen Meter pro Jahr flussaufwärts, aufgrund der Abtragung des Gesteins. Was das Wasser für gewaltige Kräfte hat, unglaublich.

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Im Moment sind wir wieder auf der Farm um unser Auto abzuholen, das noch den letzten Schliff beim Mechaniker bekommen hat. Einen Tag werden wir noch in den Grampians verbringen bevor es nach Adelaide geht. Sonne wir kommen!

So richtig Weihnachtsstimmung ist hier durch die viele Arbeit und die hohen Temperaturen nicht aufgekommen. Nichtsdestotrotz haben wir Weihnachten sehr genossen. Am 24. wird in Australien im Gegensatz zu Deutschland noch nicht gefeiert, deswegen mussten wir an diesem Tag auch arbeiten. Zum Abendessen haben wir uns allerdings dann mit Hanne und Fredrik, dem schwedischen Pärchen, ein saftiges Gourmetmenü von Burger King gegönnt, mjam :)

Am Morgen des 25. durften die Geschenke endlich aufgemacht werden, dazu sind wir zu Carmel und Steve ins Haus gegangen und haben uns gemeinsam unter den Weihnachtsbaum gesetzt. Zum Mittag fuhren wir gemeinsam zu Steves Schwester, die ein riesiges Familienessen vorbereitet hatte. Der Tisch war geschmückt wie bei einem Staatsbanquett und aufgetischt wurde alles was das Herz begehrte :)

 Leider war das Wetter an dem Tag eher traurig mit Regengüssen wie aus Eimern, Blitz, Donner und sogar Hagel. Zum Glück haben wir uns davon nicht abschrecken lassen, sackten Hanne und Fredrik in unser Auto ein und fuhren 1,5 Stunden zum Strand. Und wie es sich gelohnt hat, denn uns erwartete strahlend blauer Himmel. Somit war unser kleines Picknick sicher und die Blitze konnten wir in weiter Ferne des Horizonts beobachten. So kann man sich Weihnachten versüßen.

 chrisbeach

chrissun

Die darauffolgende Woche bis Silvester haben wir wieder gearbeitet, um die letzten Beeren der Saison von den Büschen zu pflücken. Dabei mussten wir am heißesten Tag der Saison bei gefühlten 60°C unter den Tunneln arbeiten, Sauna gratis ;)

Am 30.12. war dann endlich unser letzter Arbeitstag, juhuuuu!! Und damit es nicht langweilig wurde haben wir gleich die Sachen für unseren Silvestertrip gepackt. Denn: Sydney was calling!!! Am 31. früh um halb Eins ging es los zu einem der beste Orte auf der Welt um sich das Neujahrsfeuerwerk anzuschauen. Nach Zehn Stunden Fahrt sind wir in der Metropole Sydney angekommen und haben uns einen der besten Spots ausgesucht. Genau auf der anderen Seite des Hafens mit Blick auf das Opera House und die Harbour Bridge haben wir uns niedergelassen. Der Blick auf die Sydney Skyline war atemberaubend.

 dorosyd

 Das Feuerwerk war wie erwartet der Knaller. Mit offenen Mündern standen wir am Rande des Wassers und haben 6 Feuerwerke und ihre Spiegelung gleichzeitig bestaunen können. Diese Nacht wird unvergessen bleiben!

Die vergangene Woche haben wir damit verbracht Melbourne und die Umgebung r Farm dzu erkunden. Wir haben Stunden im großartigen Melbourne Museum verbracht, waren auf dem Queen Victoria Nachtmarkt und erklommen die höchste Plattform der südlichen Hemisphäre, den Eureka Skytower. Um die australische Fauna aus nächster Nähe betrachten zu können, sind wir ins Healesville Sanctuary gegangen. Ein Wildpark mit allen erdenklichen Tieren, die ursprünglich aus Australien stammen. Gestern haben wir unsere Erkundungstage mit einem Angeltag getoppt.

boat

Phill hat uns mit seinem Boot in die Port Phillipp Bay gefahren um ein paar Fische zu Angeln. Neben viel Sonnenbaden und dem ein oder anderen komischen Gefühl im Bauch haben wir auch ein paar Fische gafangen, die wir in den nächsten Tagen genießen werden ;) Ab morgen geht es Richtung Great Ocean Road und Grampians, insofern das Buschfeuer dort gelöscht wird. Wir freuen uns schon :)

Drei Monate haben nun insgesamt auf der Farm verbracht. Es gab gleichermassen lustige, stressige, ermuedende und unvergessliche Momente.

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Begonnen hat alles ganz ruhig als wir von unserem Ausflug nach Tasmanien und Sydney wiedergekommen sind. Wir konnten arbeitstechnisch gleich durchstarten und haben somit keinerlei Zeit mit Faulenzen verschwendet.

 tunneltable

Die 3-monatige Saison der “Karaka” Brombeeren ging in langsamen Zuegen los. Zunaechst haben wir selbst gepickt, bis immer mehr andere Backpacker als Hilfe kamen. Meine Aufgabe war das Supervisen der Picker. Auf (halb) Deutsch: Managen der Pfluecker. Puh, konnte das anstrengend sein, anfangs bei 10 Pflueckern noch ganz entspannt, hat mir bei 30 Mann dann doch der Kopf gequalmt. Immer die Erste und am Tagesende Letzte auf dem Feld waren es meine Aufgaben die Pfluecker einzuweisen, Brombeerreihen zu verteilen, die gepflueckten Kaesten zu zaehlen, die Pfluecker zu kontrollieren, die Buesche zu kontrollieren und die Tagesabrechnung zu erledigen. Durch Kommunikationprobleme mit den Franzosen, einigen Faulen oder ignoranten Arbeitern war es  anstrengend, aber genau das Richtige fuer eine zukuenftige Managerin ;) Und Zeit fuer ein Laecheln und den ein oder anderen Witz :D

 doro

Roberts Saison war zweigeteilt, zunaechst war er mit mir auf dem Feld und hat dafuer gesorgt, dass die Brombeeren ihren Weg schnellstmoeglich in den Kuehlraum gefunden haben, dass wir immer genug Kaesten und Schaelchen hatten und dass die Abgabestelle der Kaesten immer am richtigen Fleck war. Die zweite Haelfte hat er im Packhaus und Kuehlhaus verbracht, wobei seine Aufgaben das Packen der Brombeeren, das Packen von Marmeladenbeeren, das Verschieben von Paletten, Bringen von Kaesten voller Beeren oder das Stapeln von verpackten Brombeerkartons waren.

robstack

Die Haelfte der Saison hatten wir dann auch die Unterstuetzung von einem schwedischen Paerchen, die letzte Saison hier waren. Zusammen mit den beiden, Fredrik und Hanne, sowie Phill, der jede Saison hier auf der Farm ist und Claire, meiner franzoesischen Supervisergehilfin haben wir nach Feierabend, was manchmal bis zu 13 Stunden waren, unser Soziales Leben genossen. Kinobesuche, Spiele- und Filmabende, Abendessen im Pub, Pancakedinner, Grillfeten und vieles mehr haben uns die Saison versuesst.

 pub

In den drei Monaten haben wir geschaetzte 3 Kilo Brombeeren vernascht!

 berries

So anstrengend die 10 Stunden und mehr Arbeit am Tag und die siebentage Woche mit nur einem einzigen freien Tag zwischendurch war, letztendlich scheint es doch in so kurzer Zeit vergangen zu sein.

Dank der günstigen Angebote von Fluggesellschaft Jetstar gönnten wir uns nach zwei Wochen Farmarbeit einen Kurzurlaub in Tasmanien. Unsere Reise begann in der Hauptstadt Hobart, im Süden der Insel. Gelegen an einem kleinen Hafen und einer sehr hügeligen Landschaft, gab es für uns in dem doch recht kleinen Städtchen nicht sehr viel zu tun. Wir genossen das sonnige Wetter mit einem Stadtbummel, der uns zu dem für seinen Kunsthandel berühmten Salamanca Market führte. Auch den Royal Botanic Garden genossen wir unter blauem Himmel. Das  aufregende und für seine Landschaft und Tierwelt bekannte Tasmanien sollte allerdings noch folgen.

Nach zwei Tagen verließen wir Hobart wieder und reisten entlang der Ostküste zum Freycinet National Park, in welchem wir buchstäblich unser Lager für die nächsten Tage aufschlugen. Mit Steves Zelt im Rucksack war das zum Glück kein Problem. :-)

Eins kann man sagen unser Campingplatz war wie aus dem Bilderbuch, ein Plätzchen ganz für uns allein, umgeben von Bäumen, mit einem Privatzugang zum fünf Meter entfernten Strand, himmlisch. Auch das Wetter hat uns genau in die Karten gespielt, denn als wir am Morgen unserer geplanten Wanderung aufwachten, erwartete uns ein strahlend blauer Himmel. Die 5-stündigeWandertour sollte bergauf zu einem neu gestalteten Aussichtspunkt führen. Von diesem „Lookout“ hatte man einen märchenhaften Ausblick auf den weißen Sand der berühmten Wineglass Bay. Als wir uns auf den Abstieg zum Strand begaben, wurden wir durch ein leises Rascheln auf ein wildes Wallaby am Waldrand aufmerksam. Recht zutraulich blieb es stehen, ohne Scheu setzte es sich nieder et voilà präsentierte uns sein Junges, das vorsichtig aus dem Bauchbeutel vorlugte.

wineglass

Am Zwischenziel Wineglass Beach angekommen, gönnten wir uns eine Verschnaufpause und genossen den warmen Sand zwischen unseren Zehen als ein weiteres Wallaby angehüpft kam. Nach Futter schnüffelnd näherte es sich uns und kam so nah, dass Robert es sogar streicheln konnte. Die Wanderung führte uns weiterhin durch duftende Eukalyptuswälder (herrlich, wie in einer Sauna), auf Stegen durch sumpfigen Morast, entlang dem Hazards Beach und der Küste der Oyster Bay, die uns durch ihr glasklares Wasser beeindruckte.

robwalla

Die Ostküste war es wirklich wert zu sehen. Allerdings sollte das noch nicht genug Abenteuer für Tassie gewesen sein. Unsere letzte Stadt zu der wir fuhren, war Launceston im Norden der Insel. Launceston ist noch kleiner als Hobart, hat dafür aber Cataract Gorge. Ein Tal bestehend aus Felsen, durch die sich ein Fluss geschnitten hat. Nicht wissend was uns erwarten würde und auf einen nachmittäglichen Spaziergang eingestellt, liefen wir also in Straßenschuhen los. Halleluja! Einen Aufstieg von hunderten von Metern haben wir nicht erwartet… Aber es sollte sich lohnen, denn der Weg  brachte uns am Rande der Felsen bis hin zu einer breiten Erweiterung des Flussbettes, über welches ein Sessellift zum anderen Ufer führte. Wir haben uns allerdings für die Hängebrücke entschieden J Auf der anderen Seite des Flusses konnten wir das Schauspiel der Brunftzeit des Pfaus erleben, ein wahres Spektakel!

Planmäßig sollten wir den Westen Tasmaniens leider nicht sehen, da wir nicht die Zeit hatten und Tagesausflüge zu teuer waren. Jedoch waren wir vom Glück verfolgt, denn der Besitzer des Hostels in Launceston hatte uns nicht nur ein Doppelzimmer zum Preis eines Mehrbettzimmers überlassen, er kam außerdem zu uns und meinte, dass er einen Tagesausflug zum „Cradle Mountain Nationalpark“  macht und noch dringend Teilnehmer braucht. Dieser Nationalpark ist der bekannteste und wohl auch einer der schönsten Gebiete der Insel. Letztendlich haben wir zugestimmt, weil er uns fast die Hälfte des Preises erlassen hat. Wir waren so aufgeregt und erfreut, dass wir den Westen Tasmaniens nun doch noch zu sehen bekamen.

Der Trip war atemberaubend. Unser Touristenführer war verrückt, engagiert und einfach genial. Eine Dänin, zwei Engländer und wir haben uns für die anspruchsvolle Wanderung  entschieden. Somit sind wir durch das Cradle Mountain Gebirge, vorbei an kleinen Seen, durch Morast, über riesige Felsen und sogar durch Schnee gestiefelt. Die Aussicht war fantastisch, auch wenn einige Aufstiege die Luft aus unseren Lungen zu pressen schienen ;). Aber der Trip wurde durch das australische „Wildlife“ nochmal getoppt. Wir konnten eine Wombatmutter mit ihrem Jungen ausgiebig aus der Nähe betrachten und sogar ein Echidna mampfte in Ruhe weiter, als wir unsere Kameras zückten.

echidna

Von Launceston aus flogen wir nicht direkt zurück zur Farm sondern verbrachten noch drei Tage in Australiens größter Metropole, Sydney. Hier ließen wir bei ausgiebigen Spaziergängen durch den Royal Botanic Garden und entlang der zwei Häfen die Seele baumeln. Auch einen Ausflug zu Sydneys bekanntestem Surferstrand „Bondi Beach“ und dem dazugehörigen „Costalwalk“ entlang der felsigen Küste bis hin zum „Coogee Beach“ ließen wir uns nicht entgehen. Das kulinarische Highlight der drei Tage stellten die Mahlzeiten in Chinatown dar, welches wir dank der riesigen Auswahl gern noch öfter aufgesucht hätten.

dorochina

Zurück auf Steves Farm haben wir seit der Rückkehr alle Hände voll zu tun, da es bereits zur Genüge Kirschen und Beeren zu pflücken gibt. :-)

Ein paar Tage hatten wir Zeit um uns von den Flugstrapazen zu erholen und mal so richtig die Beine hoch zu legen. Das war bei einem eigenen kleinen Häuschen mit Riesenflachbildschirm auch nicht so schwer ;)
Die Saison hat auf Steves Farm „Wandin Vale Orchards“ noch nicht begonnen und deshalb gab es zwar Arbeit für uns, allerdings keine entspannten Packarbeiten. Wir haben richtig mit zugelangt um die Farm saisonbereit zu machen. Neben Bewässerungsanlagen haben wir vor allem an den Überdachungen für die Brombeeren zu schaffen gehabt. Die Überdachungen bestehen aus einem Metallgerüst, das geschätzte drei Meter hoch und 200 Meter lang ist. Per Hand wird eine Plane über dieses Metallgestänge gezogen. Es klingt einfach, ist aber mit sauviel Arbeit verbunden. Und Spinnen. Das werden die Bilder beweisen.

biene

Die Brombeeren sind momentan noch klein und grün und stehen in voller Blüte, dass heißt sobald die Sonne aufgeht schwirren tausende Bienen umher. Das sollte dem ein oder anderen noch zum Verhängnis werden.

tunnelv

Beginnen mussten wir mit dem befreien der eigentlichen Planen von den Schutzplanen unter denen sich über den australischen Winter geschätzte Millionen von Spinnen eingenistet haben. Aber keineswegs die kleinen oder dünnen, nein natürlich die ekligen schwarzen, fetten Viehcher. Ich hatte meine Freude, aber ich muss sagen auch Robert sah nie besonders glücklich aus bei dieser Arbeit. Ich habe das Planenbefreien Rob überlassen, da meine Phobie zu groß war. Verteidigend muss ich aber sagen, dass ich tapfer war, immerhin habe ich mich den Spinnen zentimeternah entgegengestellt um die Nylonfäden zu durchtrennen. Jeder der in Deutschland eine Spinnenphobie hat, wäre hier Ohnmächtig umgefallen, IGITT. Diese Arbeit einmal geschafft, mussten Sicherheitsseile gespannt werden, denn wird eine Plane in dieser riesigen Dimension auch nur leicht vom Wind erfasst, macht sie sich selbstständig. Aus diesem Grund haben wir mit dem Spannen der Planen auch früh um sechs begonnen, da es ohne Sonne auch noch keinen Wind gab. Gemeinsam mit der Hilfe von noch zwei bis drei anderen haben wir die noch geschnürte Plane durch mehrere Metallstangen auf das Gerüst der Tunnel gehievt. Anschließend konnte Steve über die Hebebühne seines Traktors die Plane Meter für Meter ausbreiten, während wir die Enden straffzogen. Zu guter Letzt mussten Planen noch durch Seile fixiert werden, was sich als nicht ganz ungefährlich herausstellte. Anscheinend machten wir einige Bienen mit dieser Arbeit etwas aggressiv, wodurch Robert zuerst in die Brust und am darauffolgenden Tag ins Ohr gestochen wurde. Steve hat es an der Hand und Phil am Hals erwischt. Nur Doro blieb unversehrt. Bis jetzt… ;)

tunneln

Doch die Tage auf der Farm bestanden nicht nur aus schweißtreibenden Arbeiten. Wir fanden auch Zeit die nahegelegenden Malls in Knox und Lilydale zu besuchen. Für diese Ausflüge durften wir sogar einen Pick-Up von Steve benutzen. Hierbei verlor Robert seine Jungfräulichkeit im Linksverkehr.
Um unsere Akkus vor der bevorstehenden Saisonarbeit noch einmal voll aufzuladen, begaben wir uns auf einen Kurzurlaub nach Tasmanien und Sydney.

Nach drei Jahren Studium geht es endlich wieder los, raus aus Deutschland, ab auf den entfernten Kontinent Australien.
Diesmal trete ich die lange Reise allerdings nicht alleine an, Robert begleitet mich zum “Work & Holiday” in Australia.
So ging es fuer uns beide am 1. Oktober los, jedoch zuerst Richtung Norden. Begleitet von unseren beiden Mamas fuhren wir nach Hamburg und konnten durch den spaeten Flug und dank einem lieben Geburtstagsgeschenk noch in das Musical “Koenig der Loewen” gehen. Es war toll, atemberaubend und faszinierend zugleich. Vor allem die Kostueme und die Umsetzung der Szenen im Buehnenbild haben uns beeindruckt.
Nach einem traenenreichen Abschied liessen wir unsere Mamas (und ein Glas Nutella) hinter uns und schritten durch den Check In. Alles lief nach Plan und wir kamen gut in Dubai an, wo uns Toby erwartete. Er und seine Frau Nevine haben uns fuer die vier Tage bei sich aufgenommen und waren unglaublich gute Gastgeber. So einen klasse Aufenthalt hatten wir uns nicht ertraeumt.
Angekommen sind wir frueh um 6 Uhr bei ueber 30 Grad und einer enormen Luftfeuchte. Nach vier Stunden Powernap (Erholungsschlaf) sind wir alle in das weltgroesste Einkaufszentrum, die Dubai Mall, gefahren. Ein Ort wo es jeden erdenklichen Shop gibt, den man sich gerade wuenscht. Aber was waere die Dubai Mall ohne weitere Attraktionen? Neben einem riesigen, durchquerbaren Aquarium konnten wir eine Eisskatingflaeche begutachten und ein malerisches Springbrunnenschauspiel bewundern.
In den folgenden Tagen haben wir Dubai von seiner schoensten Seite genossen. So tobten wir uns im Wasserpark “Wild Wadi” aus, nahmen an einer aufregend Wuestensafari teil, shoppten im traditionellen Souk (eine Art Markt) und hatten einen wunderbaren Ausblick vom “Burj Khalifa”, dem hoechsten Bauwerk der Welt. Dank Nevine und Toby hatten wir wohl die besten drei Tage, die man in Dubai verbingen kann.
Um von Dubai zum 12.000 Kilometer entfernten Melbourne zu gelangen mussten wir einen Zwischenstopp in Singapur einlegen. Leider wurden wir durch ein verlorenes Ticket ein wenig aus der Bahn geworfen, was letztendlich aber keine weiteren Probleme darstellte. Auch ein von der gleichen Person ( :) ) im Flugzeug vergessenes Handy konnten wir im Melbourne Airport freudestrahlend entgegenehmen. Auch den strengen Zoll haben wir durch Ehrlichkeit in einer fuer australische Verhaeltnisse sehr kurzen Zeit durchquert. Dreifach Glueck gehabt ;)
Nun sind wir auf Steves Farm und werden von ihm und Carmel umsorgt. Das Abenteuer kann beginnen. :)

Lauras gastfamilie hat uns sehr warm aufgenommen und somit hatten wir eine klasse zeit! Gewohnt haben wir sogar bei lauras gastschwester in jeffreys bay nahe dem strand und somit hatte ich auch die gelegenheit in suedafrika surfen zu gehen, was allerdings nicht ganz so gut ging ich habe, surfanfaenger wie ich bin, ungluecklicher weise mein surfboard in ner welle verloren und wie es der zufall so will, ist es sang und klangvoll gegen meinen kopf geschmettert! Aber da ich ja sowieso immer mal wissen wollte wie sich so ne leichte gehirnerschuetterung anfuehlt, war am ende alles io ;)

Wir haben uns dann mit einem kumpel von laura getroffen, der auch als austauschschueler in SA war und sind zusammen zum Addo Elephant Park gefahren um einen tag eine minisafari zu machen, wir haben auch eine nacht im tsitsikamma national park verbracht, der malerisch an der stuermischen kueste liegt und umgeben ist von herrlich gruenen waeldern.

Nachdem wir uns nach viel zu kurzer zeit wieder von lauras gastfamilie verabschieden mussten, fuehrte uns der weg von von jeffreys nach Port Elizabeth und von dort gleich mit dem flieger nach Durban .

Durch einige beziehungen hatten wir auch eine unterkunft in einem sicheren teil der stadt in einer missionsstaette fuer jugendliche und trafen somit gleich auf die haerteren seiten von afrika. Denn gleich am ersten tag lernten wir yookie kennen, einen jungen mann aus dem kongo, der uns eine etwas andere stadtfuehrung angeboten hat. Da er selbst Schwarz ist, konnte er uns durch die gegenden fuehren, die touristen sonst meiden sollten und das war eine impressive erfahrung! Er hat uns ebenfalls seine strassenkinder um die er sich kuemmert vorgestellt und ein haus gezeigt (mehr ein riesiger raum), in dem obdachlose, missbrauchte und drogenopfer unterkommen koennen. Nach dem tag waren laura und ich ehrlich gesagt ziemlich schlecht gelaunt, denn diese anblicke von der anderen seite, die touristen sonst nicht sehen war schockierend sowie traurig. Trotzdem waren wir gleichzeitig sehr dankbar, denn nur so kann man ein land wirklich verstehen! Yookie kannte diese ganzen gegenden, weil er frueher selbst in sechs laendern strassenkind war und ungluecklicher weise auch kindersoldat!!! Als er uns an einem nachmittag seine lebensgeschichte erzaehlt hat, waren wir zu traenen geruehrt ich habe vor einigen jahren in der schule vortraege ueber kindersoldaten gehalten, weil ich es so schrecklich fand welche geschehnisse diese kinder ueberstehen muessen, aber wenn ein mensch vor dir sitzt, der das alles selbst durchgemacht hat und dir unter traenen dinge erzaehlt, die wir nicht einmal unseren feinden wuenschen wuerden, dann ist es unbeschreiblich schockierend!

Es war fuer uns eine ehre diesen menschen zu treffen und zu sehen wie er wieder voller kraft und tatendrang strotzt. Er hat uns sogar noch die touristische seite der stadt gezeigt und uns zum ZULUland begleitet, in dem wir kulturelle taenze der dortigen einheimischen sehen konnten.

Durch yookie sind wir auch die ganze zeit mit schwarzen taxis gefahren, was sonst kaum weisse machen, das sind minibuses die teilweise festgelegte (fuer uns aber hoechst wirre) routen haben und die man durch handzeichen anhaelt. In den minibussen gibt es 14 minisitze, 15 muessen immer reinpassen und wir sind einmal sogar zu 19. gefahren!!! Ich glaub das sagt alles, da ist quetschen angesagt J

Von Durban sind wir zwei nach Bloemfontein gefahren, was im landesinneren liegt, denn wir wollten in den kleinen binnenstaat Lesotho zu dem wir uns den naechsten tag auch gleich aufgemacht haben. Gereist sind wir wieder mit den taxis, was die ganze sache nicht gerade leicht gemacht hat, denn wo man das richtige taxi zum gewuenschten ort findet war uns nicht ersichtlich, aber wenn man die leute (dort gibt es nur farbige und schwarze, denn weisse fahren nicht mit den taxis) fragt und sie eine ahnung haben, dann sind sie so freundlich, dass sie einen sogar bis zum richtigen taxi begleiten J   trotzdem hat die reise nach Lesotho (malealea) einen ganzen tag in anspruch genommen.

Lesotho an sich war landschaftlich sehr beeindruckend, vor allem das hochland, aber es ist ein bisschen wie eine andere welt, denn es ist doch sehr unterentwickelt und neben einigen wenigen touristen waren wir die am hellsten pigmentierten ;)

Den trip haben wir eigentlich nur gemacht, um in den Bergen eine reittour zu machen(war lauras idee;)), gesagt, getan, am naechsten tag sassen laura und ich auf dem ruecken schmaechtiger pferde. Was wir erst dann richtig realisiert haben war, dass wir uns im hochland befanden, dass heist steile haenge und ich sass das erste mal fuer mehr als ne halbe stunde auf nem pferd!

Im grossen und ganzen war der 5 stuendige trip toll, auch wenn ich bestimmt zwei herzattacken hatte, irgendwann vertraut man einfach auf die trittfestigkeit der pferde J die uns sicher zu einem wasserfall und felsmalerei gefuehrt haben.

Unser naechster zwischenstopp war dann schon Johannesburg von wo aus wir eine 4 taegige safari in den
kruger national park begonnen haben. Diese vier tage waren atemberaubend und haben sich vollkomenn gelohnt!

Bevor wir in den kruger gefahren sind haben wir auf dem weg noch den Blyde River Canyon mitgenommen, der landschaftliche und auch geologische einzigartigkeit beweist -  einfach traumhaft! Und im Krueger haben wir alle tiere (elefanten, nashoerner, giraffen, gnus, antilopen, hyaenen, loewen, wildhunde, krokodile, kudus, flusspferde, schildkroeten, erdmaennchen, warzenschweine, wasserbueffel, zebras, viele ulkige voegel) bis auf einen leoparden gesehn, dafuer aber einen geparden, der eigentlich noch viel seltener ist, also hat es sich ausgeglichen ;) ach ja und eine loewenfamilie hat am tag bevor wir angekommen sind eine giraffe zwei meter neben der strasse getoetet, somit konnten wir den loewen beim fressen zusehen (blutige angelegenheit) und beobachten, wie sie hungrige geier verjagen J

Nun sind wir in Pretoria und fahren morgen nach Johannesburg um uns das beruehmte apartheid museum anzusehen, sowie eine tour durch SOWETO (riesige township, wo alle armen schwarzen leben) zu machen.

Und am Montagabend geht die heimreise ueber quatar (naehe von Saudi-arabien) nach berlin los, sodass laura und ich hoffentlich wohlbehalten am dienstagabend in Leipzig ankommen J

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An dieser stelle moechte ich mich ganz lieb bei allen bedanken, die meinen blog verfolgt haben und hoffe er hat euch gefallen und interessante informationen vermittelt. Wer fragen hat oder einfach nur mehr details wissen moechte soll sich einfach bei mir melden, ich freue mich sehr ueber jegliches interesse!
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Und wer darueber nachdenkt eine laengere zeit im ausland zu verbringen, dem kann ich es nur empfehlen, denn ich habe so viel gelernt, ueber die welt, andere kulturen und auch ueber mich selbst! Lasst es euch gut gehen und hoert niemals auf herausforderungen anzunehmen!

Liebe gruesse

Eure Doreen

Nachdem wir uns fuer ein paar stuendchen in den bus gesetzt haben, sind wir in oudtshoorn etwas im landesinneren angekommen und auch wieder bei  freunden von laura untergekommen  :) Um unsere abenteuerlust zu stillen sind wir auf eine nahegelegene straussenfarm gefahren und haben uns wagemutig auf die tiere gesetzt und sind kreischender weise auch auf ihnen geritten  :)  wir haben auf strausseneiern gestanden (die haben ja tatsaechlich unser gewichtausgehalten ;)) und strausseneier gegessen
Am naechsten tag konnten wir unseren forscherdrang dann befriedigen und sind richtung cango caves gefahren, das sind kilometerlange tropfsteinhoehlen. Einmal angekommen haben wir natuerlich auch die 1,5 stuendige abenteuertour mitgemacht und sind durch felsspalten gekrochen, tunnel hinaufgeklettert und durch schlizte gerutscht, platzangst darf man da wirklich nicht haben…
Nach einem zwischenstop an dem kleinen oertchen plettenberg bay sind wir nun in dem surferort jeffreys bay nahe humansdorp, wo lauras gastfamilie wohnt…

Nach fast einem monat auf steves farm, ner menge spass und tollen erlebnissen kam dann der tag an dem ich australien verlassen musste! Und das fand ich gar nich toll, oh man war ich traurig und steve und seine freunde haben es mir auch nich sehr einfach gemacht denn die haben bis zum ende versucht mich zu überzeugen, dass ich doch bleiben sollte…
Nun ja, aber ich hab mich letztendlich doch auf den 26 stündigen weg gemacht um laura wieder in meine arme schliessen zu können und mit ihr fuer einen monat durch südafrika zu reisen!

So bin ich, nach einem ziemlich traurigen flug und zwei zwischenlandungen in kuala lumpur und johannesburg, gut in kapstadt angekommen.
Mittlerweile haben laura und ich schon einen tagestrip zum kap der guten hoffnung hinter uns, an dem wir bei schönem wetter unzählige tiere wie seelöwen, pinguine, wale, antilopen, affen und strauße beobachten konnten.
Außerdem haben wir den tafelberg erklommen(oh man war das anstrengend, echt kein zuckerschlecken, aber dafuer ist man dann ganz stolz wenn man ganz oben steht J) und waren auf der gefangeneninsel robben island auf der nelson mandela einen großen teil seiner „haftstrafe“ absitzen musste…
Heute waren wir noch in einem wildlife rehabilitationspark für greifvögel und haben eine atemberaubende show gesehen als wir auf dem rückweg von der weingegend um stellenbosch waren.
Morgen geht unsere reise entlang der kueste weiter…

Nach einem relative kurzen flug bin ich gut in Brisbane angekommen, aber leider hat es die drei tage, die ich dort war, nur geregnet… trotzdem habe ich’s mir nicht nehmen lassen mit einem kumpel, den ich in Sydney kennengelernt habe, in den “Australia zoo” , dem bekannten zoo von dem “crocodile hunter” steve Irwin, zu gehen! Es war echt klasse die krokodile und aligatoren au seiner solchen naehe betrachten zu koennen. Das ganze grundstueck ist von regenwald umgeben und gibt einem das gefuehl vollkommen in der natur zu sein! Ich konnte auch noch einen koala halten und einen babyaligatoren streicheln, meine guete fassen die sich toll an! J
Nach diesem tollen erlebnis und der letzten nacht in Brisbane, die ich im kasino verbracht habe (mit nicht viel erfolg ;) ) sass ich ruckzuck im bus nach byron bay, einem surferoertchen suedlich von Brisbane. Gluecklicher weise war das wetter dort besser und somit konnte ich mein surfboard auspacken und mich in die wellen stuerzen!!!

Byron bay selbst ist ein herrliches, aufgewecktes dorf mit ner menge shops, restaurants und cafes. An einem tag habe ich eine kleine (4-stuendige) wanderung auf den nahegelegenen leuchtturm gemacht um ein paar schoene fotos vom sonnenuntergang zu schiessen, dabei habe ich delfine in den wellen surfen sehen und konnte sogar eine buckelwalfamilie auf der wandering in die warmen noerdlichen gewaesser beobachten! Faszinierend!

Die menschen in dieser region sind sehr alternative und viele leben als hippies und man fuehlt sich manchmal als waere die zeit in den siebzigern stehen geblieben, als wir zum beispiel am ersten abend zu dem leuchtturm gewandert sind war es schon dunkel als wir ankamen, aber dafuer hat ein mann beeindruckend dudelsack gespielt und alle leute haben im kreis am leuchtturm sorgenfrei getanzt, wie in einer anderen welt J

Als ich dann mal wieder 14 stunden im bus verbracht habe, befand ich mich in Sydney (nun schon zum dritten mal) und konnte das miese wetter zum souvenirshoppen nutzen J an einem etwas schoeneren tag habe ich mich auf einen gewaltigen fussmarsch gemacht und bin zu dem beruehmten strand “bondi” gelaufen um mir davon auch mal einen eindruck zu holen und wie so oft ist die zeit wieder so schnell verflogen, dass die letzte nacht kam in der ich an der “the rocks ghost tour” (im aeltesten teil sydneys) teilgenommen habe, leider war sie am ende nicht sehr gruselig, aber doch interessant J

Und weil ich ja so gern im bus sitze, habe ich dieses auch wieder fuer vier stunden gemacht und befand mich danach in Canberra, der haupstadt australiens. Viele sagen es lohnt sich nicht dort hinzugehen, weil da der hund verreckt ist und im grunde genommen ist es wirklich so. Ausser viel regierungskram, den beiden parlamentsgebaeuden, einem recht schoenen Australia museum und einem sehr faszinierenden kriegsdenkmal und museum (was wirklich einen besuch wert ist) kann man so gut wie nichts machen… aber da ich ja sowieso nur 2 tage geplant hatte, war alles in ordnung…

Nun bin ich seit fast schon wieder einer woche auf steves farm und wir haben immer etwas zu tun… viel zeit in anspruch hat “mein zimmer” genommen, denn wir haben steves gaesteraum ausgeraeumt, komplett neu gestrichen, rahmen lackiert und accesoirs gekauft. Steve hat vorher schon neue moebel besorgt und morgen koennen wir dann endlich alles einraeumen und ich habe mein eigens gestaltetes zimmer in australien! Heute haben wir auch angefangen auf der farm zu arbeiten, wir haben neue brombeeren gepflanzt, muessen noch unkraut jaehten, hasen schiessen (da freu ich mich schon drauf!) holzpfaehle in die erde rammen, alte brombeerstraecher schneiden und anbinden…. Viel zu tun! J

Ansonsten machen wir immer mal dies und das, gehen zu freunden von steve essen, gehen ins kino, besuchen andere farmen, denn er will noch eine zweite farm kaufen, ich packe mein (megamonstergrosses) paket, dass ich nach hause schicken muss, weil ich sonst nicht alles transportieren kann, schreibe noch die letzten bewerbungen fuer uni und und und, es ist immer was zu tun hier, sodass wir meist nie vor mitternacht ins bett kommen und jeden tag ziemlich geschafft sind J
Im moment moechte ich australien am liebsten nicht verlassen, denn ich habe dieses land so sehr lieben gelernt! Und ich habe ein bischen angst, dass ich wenn ich wieder zu hause bin einen dauetschlandschock bekomme… die mensche hier sind von so einer leichtigkeit und lebensfreude gepraegt, jeder quatscht gerne und es ist so einfach eine schoene unterhaltung anzufangen, weil alle hier so offen sind! Und dann gibt es einige plaetze in australien an die ich mich nun schon so gewoehnt haben, dass ich sie fast als mein zweites zu hause bezeichnen koennte…

Australien ist ein fantastisches land mit
atemberaubender natur und freundlichen
menschen. Das reisen durch diesen
abwechslungsreichen kontinent ist
unvergleichlich.
Trotzdem gibt es nach einer weile dinge,
Die man an seiner heimat vermisst und auf
einmal zu schaetzen weiss.

Ich vermisse:
Meine zwei familien, die mir geborgenheit,
Sicherheit geben und viel spass bereiten;
Meine fantastischen freunde, die die besten
Auf der ganzen welt sind!

Ich vermisse:
Gutes deutsches brot, dass sich nicht zu der
groesse einer walnuss zusammenquetschen
laesst; waschmaschinen, die die waesche
nicht nur gut riechen, sondern auch wirklich
sauber warden lassen;
schokolade, die schmeckt und die nicht
irgendein zusatzmittel gegen das wegschmelzen
beinhaltet!

Ich vermisse es:
Einen entspannenden waldspaziergang zu machen
Ohne dabei staendig auf giftige schlangen und spinnen
Achten zu muessen!!!
In einem eigenen bett zu schlafen, in dem nicht
Schon tausend andere geschlafen haben;
Einmal durchzuschlafen ohne mitten in der nacht von
Betrunkenen zimmergenossen geweckt zu werden!

Ich vermisse:
Den herbst und die wunderbaren farben des laubs;
Das gleanzen des frisch gefallenen Schnees!!!!

Ich vermisse es:
Ordentlich zu kochen mit mehr als nur salz und
pfeffer zum verfeinern und mit vernuenftigen
toepfen, in denen nicht jede mahlzeit anbrennt
oder man noch die essenreste des vorgaengers
auskratzen muss!

So viel zum backpackerleben!!!! Es ist nicht immer so einfach wie sich das viele vorstellen… J aber eine herausforderung ;)

Und ich habe sowohl unsere jahrhunderte lange kultur zu schaetzen gelernt als auch die alten gebaeude in unserer stadt, die schon ein bischen mehr als 100 jahre auf dem buckel haben (man muss sich einfach mal vor augen halten, dass die kolonisation in australien erst ende des 18. jahrhunderts angefangen hat…) ach ja und ich habe es satt aus dem rucksack zu leben (wo sind alle meine tollen klamotten???)

hui, nun sind schon wieder zwei wochen vorbei und ich hab so viel erlebt!!!
als ich in sydney war, habe ich eine tour in die blue mountains gemacht, dass ist ein sandsteingebirge gleich in der naehe der riesenmetropole. man kann sich das ein bisschen wie das elbsandsteingebirge vorstellen, auch von der entstehung her, aber es ist so beeindruckend gewesen, denn das tal zwischen den sandsteinen ist riesig und alles voller eukalyptusbaeume, es ist sogar ein regenwald… das wetter war spitze und somit haben wir einen traumhaften ausblick von einem felsvorsprung ueber das gesamte tal gehabt. das war so ein bisschen wie im grand canyon, denn unter dem felsvorsprung gings hunderte meter in die tiefe, oh man die bilder waren genial, aber dazu spaeter…
natuerlich lernt man auf solchen touren auch ne menge cooler leute kennen und somit war mein vorerst letzter abend in sydney auch gerettet:)
danach bin ich nach hervey bay geflogen um eine “4×4 tour” nach fraser island zu machen, oh man das war so genial, denn ich habe mich entschieden eine self drive tour zu wagen, dass heisst wir waren acht leute aus dem hostel, die einen jeep mit allradantrieb gestellt bekommen, kurz eingewiesen werden, dann noch einen groben tagesplan bekommen und ab gehts auf die groesste sandinsel der welt! das lustige an der ganzen sache war auch noch, dass alle jeeps weiss waren, nur die von unserem hostel nicht, die waren knallpink!!! das war so genial, nun ja und so haben wir eben die insel erkundet, sind an den straenden in den sonnenuntergang gefahren, haben im glasklaren wasser des beruehmten lake mackenzie gebadet, sind durch die sehr ruckeligen wege im inneren der insel durch regenwald geduest und haben abends vor unseren zelten zusammen gekocht und getrunken. im meer baden war nicht erlaubt, denn es gibt im meer um fraser zu viele gefaehrliche quallen und menschen fressende haie... jedes mal wenn ich aufs meer hinausgeschaut habe, bekam ich hummeln im bauch, wenn man weiss dass da einfach mal so haie rumschwimmen!!! Das war echt eine geniale zeit, die nur einen schwachpunkt hat: ich habe meine kamera verloren und somit meine ganzen bilder ab melbourne… das fand ich dann nich sehr lustig… aber wie meine mama zur aufmunterung gesagt hat, die wichtigsten bilder habe ich im kopf und im herzen, womit sie voellig recht hat, aber euch kann ich sie nun leider nicht mehr zeigen…
eigentlich war es mein plan nach fraser island wieder richtung sydney zu reisen, aber wie es so ist hat sich alles geaendert, denn man kann hier, wenn man allein reist, sehr spontan sein. Somit habe ich beschlossen mir einem schweizer und einer hollaenderin mit in den norden zu gehen, um einen segel- und schnorcheltrip zu den whitsundays zu machen. Gesagt. Getan! Am naechsten tag befand ich mich im tropischen norden australiens in airlie beach, umgeben von regenwald und kreischenden kakadus.
Der trip war ein traum, das schwanken des bootes, wenn es gegen die wellen geprescht ist, wenn man abends in der koje liegt das gefuehl, dass man in einer wiege liegt und von mama angestossen wird, der wind der einem um die ohren weht und das beste: das schnorcheln im great barrier reef! Die korallen waren so beeindruckend, die vielen bunten fische und sogar schildkroeten haben wir gesehn, die waren so riesig wie eine halbe badewanne!!! Und dann noch whitehaven beach, der weisse sandstrand auf der hauptinsel, der der 4. Meisfotografierte ort auf der welt ist! Hammer!
Nun ja und heut nachmittag flieg ich dann nach brisbane und kauf mir erstmal ne neue kamera J
So nun kann ich auch mal einen vergleich zwischen der ostkueste australiens und dem rest ziehen, denn die ostkueste ist das ziel der meisten touristen und das merkt man auch, denn man kommt hier nicht so leicht mit australiern in kontakt wie zum beispiel im sueden. Und es ist alles relativ kommerziell, viele touristenorte und hohe preise… die westkueste ist hingegen viel ruhiger, denn dort reisen nur die, die wirklich nur natur erleben wollen… fuer einen oder zwei monate ist die ostkueste echt schoen, aber laenger koennte ich nich in diesem partyumfeld bleiben, das ist dann einfach nich so ganz mein ding… aber eine erfahrung auf jeden fall wert J

22.05.2008

Meine Zeit in Perth

wow, meine zeit in perth ist nun auch schon wieder abgelaufen… aber es war fantastisch, das arbeiten hat mega viel spass gemacht, die leute sind mir so ans herz gewachsen, dass ich letztendlich doch recht traurig war als es ans verabschieden ging! ich hatte sogar eine abschiedsparty, die die leute von der arbeit fuer mich organisiert haben! einige personen hab ich so lieb gewonnen, dass sie fast wie eine zweite familie geworden sind.
das hostelleben war auch ganz in ordnung, hatte einen supercoolen deutchen roommate mit dem ich dann auch nen tagestrip nach rottnest gemacht habe( aber wir haben uns immer auf englisch unterhalten, sodass wir auch ja fortschritte machen:)). das mit dem geldsparen hat auch sehr gut geklappt, da ich so viel gearbeitet habe(oft doppelschichten, ca. 50-60 stunden die woche!!!) manchmal konnte ich auch auf den booten arbeiten, die touren auf dem swanriver gemacht haben und hatte herrliche ausblicke vom wasser auf perth:) mein englisch ist mittlerweile um einiges besser geworden und ich habe nun nicht einmal mehr kommunikationsprobleme mit iren, die einen doch sehr gewoehnungsbeduerftigen akzent haben ;)
schon jetzt kann ich sagen, dass ich so viel ueber mich selbst gelernt habe, reifer geworden bin und auch sicherer in meinem handeln und entscheidungen… ich bin so froh, dass ich die entscheidung getroffen habe nach australien zu gehen!!!
nun bin ich gerade wieder in sydney fuer ein paar tage und fliege dann in den norden nach hervey bay um dann wieder entlang der kueste nach melbourne zu reisen.
jetzt ist einfach nur urlaub angesagt nach den 2,5 monaten arbeit in perth!

bin ich dann wieder mit einer wahnsinnig spannenden zugfahrt in adeleide angekommen und nach ein paar tagen am strand bin ich schliesslich wieder im zug gelandet, doch diesmal fuer zweieinhalb tage um nach perth zu gelangen…

gluecklicher weise habe ich stefano und marta, zwei superliebe italiener, kennengelernt sodas meine zugfahrt dann doch recht lustig war. schlafen kann man im zug aber trotzden sehr schlecht und das macht eine mehrtaegige reise sehr unangenehm…

perth ist eine echt schoene stadt, relative ruhig, wahnsinnig gruen, hat einen fluss, dessen ufer traumhaft ist. und an partyleben fehlt es auch nicht, ist also echt einen besuch wert.

die erste zeit in perth habe ich mit marta and Stefano, sowie miho, einer japanerin aus meinem zimmer, verbracht, oh man wir hatten so viel spass zusammen, war echt ne schoene zeit. wir sind zusammen an den strand gegangen haben eine tour zu den pinnacles gemacht und sind essen gegangen. die beiden sind dann aber nach ner woche weitergereist, sodas ich mich ausgiebeig meiner jobsuche (was ja der eigentliche grund war, weshalb ich nach perth gekommen bin) widmen konnte. und tatarata nach ein paar tagen verzweifelter suche hab ich doch tatsaechlich einen wunderbaren job in einem café, restaurant/take away direct am ufer des swan rivers bekommen J. die leute sind echt lieb und das arbeiten macht spass, nur die fuesse tun sauweh, weil man die ganze zeit stehen und rumlaufen muss (aber das ist ja beim kellner immer so J) zusaetzlich kann ich noch am wochenende im raum obendrueber arbeiten, denn die veranstalten hochzeiten oder geburtstage und manchmal arbeite ich sogar auf nem boot, dass den swanrivers entlang faehrt, da kann man schon sagen, dass ich mal wieder glueck gehabt habeJ.

den rest meiner zeit verbringe ich moistens am strand, denn ich bin stolzer besitzer eines surfboards, ich konnte einfach nich widerstehen, denn surfenmacht so viel spassJ ich habe auch schon deutliche spuren vom anfaengersurfen, monsterblaueflecke am arm und bein, tja das passiert, wenn man sein surfboard in einer welle verliert, waer ja auch langweilig, wenns niche in bischen gefaehrlich waere ;) aber hey nun kann ich ganz stolz sagen, dass ich schon im atlantik, pazifik und im indik baden war ;p

ansonsten verbringe ich die meiste freizeit mit yoann, einem franzosen, den ich im hostel kennengelernt habe, denn der ist ein absoluter sportfreak, wir haben uns im fitnessstudio angemeldet und somit geh ich an einem tag ins fitnessstudio und den anderen tag surfen. tja so ist mein tagesablauf mit arbeiten und sport vollkommen ausgelastet und es bleibt kaum mehr zeit um irgendetwas anderes zu machen. ich freu mich schon, wenn ich wieder weiterreisen kann und viele neue sachen erlebe J die zeit in perth ist schon geil, denn das wetter ist immer sonnig und sehr warm, es gibt viele palmen, die straende sind geil und die leute fetzen, ich kann mich nicht beschweren J nun gehts ans geld sparen um den trip an der ostkueste finanzieren zu koennen, zum glueck bekomm ich in dem café, wo ich arbeite immer leckeres frisch gekochtes essen und kann mir somit das essen kaufen, sparen:-))

ostern habe ich nun auch ueberstanden, aber ohne familie kommt einem das gar nich wirklich wie ostern vor und arbeiten musste ich auch noch, also gibts das richtige ostern fuer mich erst naechsten jahr wieder…
freu mich schon aufs eiersuchen ;)

ich hoffe alle hatten ein schoenes osterfest und einen fleissigen osterhasen J
bis bald

eure doro

Eineinhalb tage zugfahren durch bush, trockenen bush, oh man war das langweilig und schlafen konnte man auch nich wirklich… aber ich bin gut in alice springs angekommen, es waren 46 grad als ich angekommen bin und das sollte sich nich aendern *schwitz*Alice ist schon ein bisl gruselig, wenn man in die stadt laeuft lunger aborigines ueberall rum und schauen grieskraemig drein…und es wird einem gesagt, dass man sobald es dunkel ist nich mehr auf die strasse gehen soll, sondern ein taxi nehmen muss…Naja, aber das erste was ich nach einem kurzen stadtbesuch gemacht habe, war eine 3 tagestour zum uluru, kata tjuta und kings canyon. Viele denken, dass ist gleich um die ecke, ist aber nich ganz richtig, man muss erst noch ca.600 km fahren bevor man den berg zu gesicht bekommt… aber es war schon beeindruckend, denn wir sind erst mal zu den olgas(kata tjuta) gefahren, die sind fast noch schoener, als uluru, denn es sind mehrere berge, die abgerundet sind und bizarre formationen bilden. Naja jedenfalls sind wir nachmittags angekommen und haben nur eine kleine einstuendige wanderung zwischen den Bergen gemacht, aber es war so heiss, dass wir einfach nur geschwitzt haben und mit den haenden vorm gesicht rumgefuchtelt haben, um die fliegen nich in koerperoeffnungen krabbeln zu lassen^^ selbst nach einer stunde im klimatisierten bus haben wir noch geschwitzt, denn in der sonne ist es wie in einer 60grad sauna… zu heiss^^Den naechsten morgen mussten wir 4.30 uhr aufstehen!! Denn nur frueh kann man wndern gehen, ohne wegen der hitze zu kollabieren! Wir haben den sonnenaufgang gesehen waehrend wir um den uluru herum gelaufen sind. Es war richtig schoen, denn der berg hat viele schoene seiten, einwasserloch, tausend jahre alte aboriginezeichnungen…Den nachmittag sind wir zum kings canyon gefahren (nochmal 4 stunden) und sind in ein freibad gegangen:)an dem tag hab ich sagenhafte 7,5 liter wasser getrunken, man muss echt viel trinken, ansonsten kollabiert man… am naechsten morgen(wieder 4.30 uhr) sind wir zum canyon gefahren, um eine rundwandertour zu machen. Es war so schoen, die roten felsen von denen aus man auf eine weite ebene flaeche schauen kann, ein grosses billabong (wasserloch) mit palmen, fossilien, und wunderschoene formationen! Der kanyon war besser als der berg! Und wieder war das wasser megawichtig, denn der erste berg den man hinaufsteigen muss, heist heartattackhill(herzanfall huegel) und das mit gutem grund, allein in den letzen 12 monaten sind 3 menschen gestorben, drunter auch eine sehr junge frau!!! dann gings wieder 6 stunden nach alice zurueck, aber das war natuerlich nich genug, denn unsere gruppe hat sich abends noch getroffen um abendbrot zu essen(ich hab lecker roo (kaenguruh) gegessen und dann haben wir gefeiert (und sind mit dem taxi nach hause gefahren), waehrend der fahrt hat mir der taxifahrererzaehlt, dass vor nicht mal einem jahr eine deutsche backkpackerin von (wahrscheinlich betrunkenen, denn dann sind sie gewalttaetig) aborigines zusammengeschlagen wurde und fast gestorben waere!! Und er bekam eine nachricht, dass in unserer gegend aborigines sind, die steine auf autos werfen, also mit dem taxi zu fahren war doch eine gute eintscheidung… naja und durch die tour hab ich wieder einmal viele liebe leute kennen gelernt:)Den tag danach habe ich mir keine pause gegoennt und bin mit ner tour zum palm valley gefahren, leider war es so trocken, dass kein wasser mehr da war, aber es war trotzdem schoen, die ganzen palmen und felsformationen zu sehen, aber das beste war die fahrt zu dem tal, denn es war 4wd, dass heist nur autos mit allradantrieb duerfen dort fahren, es war so holprig, dass wir fast von unseren sitzen gefallen sind, manchmal hab ich gedacht, der kleinbus kippt um! Aber es war genial, ne aufregende erfahrung^^Heute hab ich endlich mal n bisl laenger geschlafen und koche mit ein paar koreanern (die aus seoul kommen:)) abendessen

23.02.2008

Kangaroo Island

In Adelaide angekommen war ich n bisl enttaeuscht, weil mir die stadt nich sehr zusagt… das zentrum ist wie in ner grossstadt, aber sobald man 2 strassen weitergeht befindet man sich ploetzlich in einer gegend mit kleinen viktorianischen haeuschen. Ist ein bischen durcheinander alles, aber ganz nett, wenn ma seine ruhe haben will.

Nach ein paar tagen habe ich dann eine tour gebucht, um kangaroo island zu erkunden – die beste eintscheidung, die treffen konnte. Es war einfach klasse, die gruppe bestand nur aus 8 leuten, alle weiblich:)ich war die juengste und es ging bis in die 60 rein^^ und unser reisefuehrer, sean, war der beste den man sich vorstellen konnte, er war voller energy und hat wirklich alles unternommen um uns so viel zu zeigen, wie ihm nur moeglich war!Am ersten tag sind wir surfen gegangen in victor harbour auf der fleurieu halbinsel, oh man war das klasse, es war zwar nur eine stunde aber ich hab schon auf dem brett gestanden und ein paar wellen mitgenommen, das mach ich auf jeden fall nochmal^^Spaeter sind wir dann mit kleinen booten auf die insel gefahren und haben uns ersteinmal einen ueberblick verschafft, abends haben wir alle zusammen gekocht , gemuetlich am lagerfeuer gesessen und eine nachtwanderung gemacht, sodas wir kaenguruhsund wallabies beobachten konneten. Den naechsten tag haben wir eine 3 stuendige bushwanderung gemacht und konnten somit noch mehr tiere sehen, wie einen niedlichen koala im baum, am ende der wandering sind wir an einem traumhaften strand angekommen und konnte ins eiskalte nass springen, was nach dem heissen morgen auch sehr erfrischend war. Am nachmittag sind wir dann zur sealbay gefahren um seeloewen zu sehen, die nur ein paar meter von uns entfernt waren, spaeter sind wir dann an eine felskueste gefahren und haben pinguine gesehen:)Die naechte habe ich in “swags” geschlafen, die sind wie schlafsaecke, haben aber eine matratze innnendrin, sodass man unter klarem sternenhimmel schlummern kann^^Den naechsten morgen sind wir zu einem ort gefahren, der “kleine sahara” heisst und sind sandboarden gegangen, das ist aehnlich wie snowboarden, man kann aber nur gerade runterfahren, wobei man eine mega geschwindigkeit bekommt:) danach haben wir uns noch eine fantastische felsformation angeschaut, die “remarkable rocks” und echt lustige bilder gemacht. Naja und was waere denn ein trip ohne schlangen? Langweilig – richtig! Also haben wir auch noch 2 wunderbare tigersnakes gesehen, die eine war so gross, das war schon erschreckend(und eklig Schwarz) und ein paar grosse warane haben wir auch noch gesehen, sowie einen grossen praechtigen adler. Die letzten momente haben wir an einem paradiesischem strand verbracht zu dem man nur gelangen konnte, indem man durch felsen geklettert ist…

Am ende kann ich nur sagen, dass wir auf dem trip soviel gesehen haben und so viel spass hatten, dass ich mich immer wieder gern daran erinnern werde:)Und mit ein paar maedels aus kanada und frankreich hab ich mich so gut verstanden, dass wir die naechsten tage auch noch zusammen verbracht haben. Wir haben uns fahrraeder ausgeliehen(das war vielleicht schoen, mal wieder auf nem drahtesel zu sitzen:) )
und sind zu einem wasserfall in der naehe von Adelaide gefahren und an dem naechsten tag sind wir zu glenelg (dem nahegelegenen strand) gefahren, wo ich endlich mal wieder beachvolleyball gespielt habe:)Und nach einer letzten partynacht zusammen mussten wir uns leider verabschieden und ich trat nach einer stunde schlaf:)meine eineinhalbtaegige zugfahrt nach alice springs, also ins outback australiens an.

 

Der verrueckte plan nach neuseeland zu fahren um bungy zu springen ist tatsaechlich war geworden! Am 21. Januar sind steve, phill und ich voller vorfreude in christchurch auf der suedinsel neuseelands angekommen und haben unseren campervan, der fuer die naechsten 12 tage unser zu hause war(und den ich auch ab und zu mal fahren durfte^^), entgegengenommen.

Die ersten Tage haben wir christchurch erkundet, waren im vulkangeformten fischerdoerfchen akaroa und sind schliesslich ins landesinnere gefahren, um die seen- und gletscherwelt zu betrachten. Die naechte haben wir meist auf campingplaetzen verbracht, sodass wir immer eine dusche hatten J

Nach der trockenen und schon fast steppenaehnlichen landschaft an der ostkueste, fuhren wir durch eine immer gruener werdende huegellandschaft, vorbei an kleinen baechen und enormen seen sowie praechtigen pinienwaeldern. Letztendlich haben wir an dem grossen stausee "lake pukaki" gecampt, um am naechsten tag eine wandertour zum fusse neuseelands hoechsten berges, mount cook, zu starten.
Woran wir drei nie so richtig gedacht haben, war an das wetter in neuseeland, denn dadurch, dass es so viel wasser in diesem land gibt, muss es natuerlich auch ordentlich regnen L, aber in der beziehung waren wir richtige glueckspilze, denn wir hatten fast jeden tag sonnenschein und strahlend blauen himmel… J

Die wanderung an den fuss des gletschers war eine willkommen abwechslung, denn somit konnte man die natur live erleben. Der weg fuehrte uns durch ein tal entlang eines reissenden gletscherflusses mit teilweise sumpfiger und auch tropischer vegetation, wir mussten 2 sehr enge und doch verdammt lange haengebruecken ueberqueren, bis wir schließlich an einem kleinen see ankamen, der sich am gletscher befand und konnten so neben eisbrocken picknicken J. zwischendurch ist der himmel immer wieder aufgeklart und man hatte einen sagenhaften blick auf die gletscher.

Nach diesem sagenhaften naturerlebnis ging die reise weiter suedlich entlang der ostkueste nach Dunedin, einem wunderschoenen kleinen staedtchen von dem man leicht zu otago peninsula gelangt. Die peninsula ist wie eine kleine halbinsel auf deren spitze eine albatrosskolonie nistet und in deren fjord sich seeloewen, delfine und wale befinden. Fuer waffenfans gibts auch was interessantes zu sehen, denn unter der erde an der spitze der peninsula ist eine kanone versteckt, die durch einen mechanismus an die oberflaeche befoerdert werden kann, sowie unteriridische gaenge, die zu kriegszeiten genutzt wurden.

Am fuenften tag haben wir die insel richtung westen durchquert und sind in milford sound, dem fjordland angekommen um eine uebernachtfahrt mit einem schiff zu machen und somit die beeindruckende landschaft, die ein bisschen an das norwegische fjordland erinnert, zu bestaunen. Es war wirklich traumhaft, die waldbedeckten berge, die aus dem wasser ragten, die gletscher im hintergrund, die silbrigen farben als die sonne unterging und die im sonnenuntergang rot gluehenden gletscherspitzen, delfine sind mit dem boot mitgeschwommen und verspielt aus dem wasser gesprungen. Die nacht haben wir zu dritt in einer kajuete verbracht, es war herrlich, wie das boot leicht in den wellen geschwankt ist…
Bis dahin war die reise relativ ruhig und landschaftlich beeindruckend doch in den naechsten tage sollte die ruhe purem erlebnis weichen, denn wir fuhren nach queenstown!

Queenstown ist eine sehr aktive kleine stadt, in der es keine hohen gebaeude gibt und somit alles sehr uebersichtlich wirkt, sie liegt an einem grossen see, sodass man auch genuegend wasser hat^^ bekannt ist die gegend fuer die vielen extremsportarten, wie bungy, rafting, fallschirmspringen…
Tja, und steve handelt getreu dem motto, wenn man einmal die chance hat etwas zu machen, sollte man das auch beim schopf packen. Als resultat haben wir wirklich fast alles gemacht, was die stadt angeboten hat…^^

Am ersten tag in queenstown gings los mit einer kurzen fahrt zur "kawarau bridge" die liegt traumhaft schoen etwas ausserhalb ueber tuerkisem wasser und schroffen felsen. Wenn jemand von bungy-jumping begeistert ist, kennt er diese bruecke, denn hier fand der erste komerzielle sprung statt und heute springen tausende menschen in die tiefe, so wie wir! Was auch sehr beliebt ist: dass man beim springen waehlen kann, ob man die wasseroberflaeche beruehren oder sogar bis zum bauch eintauchen will (nun ratet mal was ich gemacht hab ;))

Nun standen wir da, sahen zu wie andere todesmutig in die tiefe sprangen, ich konnte es kaum erwarten und war schon ganz hippelig, wohingegen phill und steve immer ruhiger und nervoeser wurdenJ langsam betraten wir die bruecke und liefen zu der plattform. Nachdem das gewicht gecheckt war setzt man sich hin und wurde an den fuessen mit dem seil verbunden, man steht auf und hoppelt (da beide fuesse verbunden sind) zum ende der plattform, noch ein letztes foto wird geschossen, man winkt noch zur tribuene auf der die leute gespannt die springer verfolgen und dann wird gezaehlt. Steve ist zuerst gesprungen danach ich und dann phill, der sichtlich mit der angst zu kaempfen hatte, da er erst nach dem vierten anlauf gesprungen ist…

Ich stand da, am ende der plattform, vor mir der fluss und die felsen im strahlenden sonnenschein, unter mit nichts ausser viel luft und irgendwann der fluss, im hintergrund lief poppige musik. Mein herz schlug schnell, tausend gedanken schossen mir durch den kopf, dann hoerte ich 3…….2……….1………… und ich sprang und schrie J in meinem leben hab ich noch nie so laut geschrien, das herz rutscht sonst wo hin und das adrenalin schiesst durch den koerper, ich kam dem wasser immer naeher und platsch, tauchte ich bis zum bauch ins erfrischend kuehle wasser. Noch einmal schiesst man in die hoehe und geniesst den blick und das gefuehl gesprungen zu sein.

Nach diesem einmaligen erlebnis gings fuer uns gleich weiter zum jetboot fahren, 25 minuten rast man man mit einem affentempo ueber den fluss, mit vernichtend geringen abstaenden vorbei an den felsen und mit diversen 360 grad drehungen - durch die schoene landschaft ein klasse geschwindigkeitserlebnis. Aber das schlimmste war die busfahrt dorthin, denn die strasse, was man eher einen weg nennen sollte war eine alte minenstrecke , die weder befestigt noch gesichert war, sodass man, wenn man aus dem fenster geschaut hat, den blossen abgrund gesehen hat und einfach nur noch im tal sein wollte und zusaetzlich kamen uns auch noch autos entgegen, die teilweise kaum an uns vorbei kamen, man das war gruselig!
Und da das alles fuer einen tag nicht genug ist, gings dann noch wieter zum white water rafting. Ueber 4 stunden gings entlang des shotover rivers durch stroemungen, verengungen, tunnel und eine “waschmaschine”.
Abends sind wir dann einfach nur noch tot ins bett gefallen.

Fuer den naechsten tag hatten wir nur eine sache geplant: riversurfing. Das war das geilste, was man im wasser erleben konnte, ausgeruestet mit schwimmflossen und einem bodyboard schwimmt man 4-5 stunden den fluss entlang. Mit netten leuten, sonnenschein und ner portion mut ist es eine klasse tour, denn man hat ruhige stellen waehrend denen man sich mit anderen unterhalten kann, dann gibts starke stroemungen, in denen man paddeln muss und reissende stellen, in denen man kaempft ueber wasser zu bleiben. An einer solchen stelle bildete der kawaraufluss drei natuerliche wellen, in denen man sogar richtig surfen konnte J

Nun ja und dann war da noch der letzte tag in queenstown an dem phill und ich uns entschlossen haben fallschirm zu springen, also zu skydiven!!! Am morgen war ich so hammer aufgeregt, immer wieder hab ich mir durch den kopf gehen lassen, dass ich in ein paar stunden aus nem flugzeug springe " ohne seil an den beinen!!! Auf dem landeplatz meinte phill mit einem (schwachen) laecheln nur: "doro, ich hasse dich, waerst du nich, dann wuerde ich jetz gemuetlich zu hause vor meinem fernseher sitzenJ!" ("women make you do stupid things") Daran hat man ganz gut gemerkt, wie aufgeregt er warJ. bei mir gings, je naeher wir dem sprung kamen…

Als wir auf dem landeplatzt waren haben wir die springer bestaunt, wie sie wieder auf die erde kamen, dann gings nochmal schnell aufs klo und schwuppsdiwupps waren wir in einer grossen lagerhalle, wo die schirme neu zusammengepackt wurden und wurden in springeranzuege eingekleidet. Dann lernt man noch schnell den tandempartner kennen mit dem man springt und ab gehts ins flugzeug. Vier springer mit partnern und jeweils ein kameraman sitzen dann in dem kleinen flugzeug (der kameramann springt extra mit einem mit, um den gesamten sprung mit der kamera und fotoapparat festzuhalten - lohnt sich als erinnerung!)

im flugzeug verbindet sich der tandempartner mit seinem springer durch mehrere seile und haken, sodass man ja nich wegfliegen kann^^ waehrenddessen steigt das flugzeug hoeher und hoeher, der blaue himmel strahlt und die gletscher schimmern, der ausblick ist sagenhaft! Und dann geht alles ganz schnell man bewegt sich sitzend richtung der geoeffneten tuer, ich hing schon halb aus dem flugzeug bevor mein tandempartner sich von dem flugzeug wegdrueckte…

wir flogen in freiem fall 15000 fuss (4572m), 200 km/h , 60 sekunden lang. Es war unbeschreiblich, man schaut nach unten und sieht wie weit entfernt alles ist, dann schaut man ueber das land, sieht die gletscher, den see, die berge und den himmel, die luft presst sich ans gesicht. In dem moment denkt man nichts, man sorgt sich nich darum ob sich der fallschirm nun oeffnet oder nicht, man geniesst einfach nur… dann mit einem ruck wird man langsamer, der fallschirm hat sich geoeffnet und man gleitet durch die luft, wenn man will macht der tandempartner noch n paar verrueckte drehungen auf dem weg nach unten und ehe man sich versieht hat man schon wieder festen boden unter den fuessen. Dieses erlebnis werde ich mein leben nicht vergessen, es war so beeindruckend und macht suechtigJ

nach den doch sehr erlebnisreichen tagen traten wir die reise richtung norden zur westkueste an. In wanaka haben wir einen kleinen zwischenstop in der "puzzleworld" gemacht, oh man, da gabs einen raum, der war nicht eben sondern wie eine geneigte ebene. Da gabs einen billardtisch auf dem die kugeln bergauf gerollt sind und einen stuhl der bergauf rutschte, an sich war das ja alles sehr beeindruckend, aber nicht fuer mich, denn ich hab mein gleichgewicht in dem raum einfach nicht gefunden, ich bin rumgetorkelt so als haette ich 5 oder 6 drinks zu viel gehabt (das fanden die beiden natuerlich sehr lustigJ) puh, war das gruselig, ich hab mich echt gefuehlt wie betrunken…

an der westkueste angekommen, haben wir am fusse der beruehmtesten gletscher halt gemacht, um in einem helikopterrundflug die eiswelt zu erleben. Das war vielleicht beeindruckend, ueber die gletscher zu fliegen, dann realisiert man erst mal, wie viel eis dort lagert, das sind massen, das kann man sich gar nicht vorstellen. Waehrend dem flug durfte ich zweimal vorn sitzen und somit die beste aussicht geniessen. Dann sind wir auf dem franz-josef gletscher gelandet, man steht in dem eis was durch die sonnenstrahlen glaenzt, sieht den blauen himmel und fuehlt sich wie in einer fremden welt…
nun war unsere reise schon fast zu ende, den wir fuhren nun wieder richtung Christchurch. Unterwegs sind haben wir noch einen zwischenstop in "hanmer springs" bei heissen quellen gemacht um uns 2 stunden entspannung im 40 grad heissem wasser zu goennen^^ dann haben wir noch leckeren "crayfish" (languste) in Kaikoura gegessen und das wars auch schon mit neuseeland… es war so fantastisch,

ich glaube es waren die aufregendsten 2 wochen in meinem leben…

morgen gehts dann mit dem zug nach Adelaide, sodas ich meine reise in australien fortsetze…

 

Die letzte woche habe ich in einem riesenhostel in der city von melbourne verbracht um die stadt zu erkunden. Das hostel war mehr wie ein hotel, riesengross und nicht sehr  familiaer, wie kleinere hostels,aber dafuer wars sauber^^

Ich bin, wie schon in sydney, jeden tag durch die stadt gelaufen und hab alle moeglichen sehenswuerdigkeiten mitgenommen, die es so gab^^ besonders  schoen, war flinders street station, ein beruehmter bahnhof und die vielen kleinen viktorianischen gebaeude. in meinem zimmer war noch ein anderes deutsches maedchen und mit ihr hab ich dann oefters etwas unternommen, einen abend waren wir zum beispiel aus und so hab ich auch mal das partyleben kennengelernt. Was auch noch besonders schoen war: the melbourne museum. das war die interessanteste ausstellung, die ich bisher gesehen habe ueber alle moeglichen themengebiete mit fantastischen ausstellungsstuecken.  Naja, ansonsten habe ich einfach mal wieder das grossstadtleben genossen, war n bisl shoppen, war am nahegelegenen strand und im botanischen garten.

Im moment bin ich einfach nur aufgeregt, denn morgen frueh geht unser flieger nach neuseeland…

 

 

Am 6. Januar frueh um acht haben Phill und ich uns auf den weg gen westen gemacht, entlang der beruehmten Great Ocean Road.  Nach einer  fast 5 stuendigen fahrt in seinem jeep sind wir dann an den 12 aposteln angekommen, eine atemberaubende felskonstellation an der suedkueste australiens. Das wetter war herrlich, die sonne stand tief und warf ein angenehmes licht auf die felsen und von der antarktis wehte uns ein kuehler wind als erfrischende brise um unsrer ohren. Wir fuhren zurueck zu einem campingplatz in apollo bay und haben frischen fisch in einem nahegelegenen pub genossen.

Den naechsten tag haben wir beschlossen ein wenig wandern zu gehen und fuhren zu einem kleinen parkplatz  in den “otway nationalpark”. Doch kurz bevor wir angekommen sind sahen wir etwas auf der strasse, ich dachte ich koennte meinen augen nicht trauen, denn wir  sahen eine TIGER SNAKE, die agressivste und giftigste schlange suedaustraliens, ueber einen meter lang, direkt vor unserem auto!!! Prompt ist mir die lust aufs wandern vergangen, aber phill konnte mich ueberreden, sodass wir unsere tour noch gestartet haben.  Nachdem wir den rucksack gepackt hatten, gings los durch den regenwald, auf zu den “sabine falls” (grossen wasserfaellen). Ich hab natuerlich eine strecke ausgesucht, die als schwierig gekennzeichnet war, sodass es auch eine gute tour werden wuerde, schwer heisst hier aber wahrscheinlich eher sehr enger pfad und somit war es nicht allzu schwer. Nach einer weile habe ich dann auch allmaehlich die angst ueberwunden einer schlange zu begegnen und konnte die herrliche landschaft geniessen. Phill und ich waren gerade munter am erzaehlen als er ploetzlich stehen blieb und einen satz hinten machte! Ich schaute auf den weg und sah eine gruene schlange in den “bush” kriechen! Wie angewurzelt standen wir  da, wussten nicht was wir sagen wollten, meine knie zitterten, ich hatte in meinem leben noch nie so eine angst. Ich wollte einfach nur nich zurueck zum jeep, aber wir haben unsere wanderung trotzdem fortgesetzt und es wieder zum auto geschafft ohne einer schlange zu begegnenJ … meine worte waren nur, ich geh nie wieder in australien wandern…!

Auf dem rueckweg sind wir dann durch den regenwald gefahren, auf strecken die extra nur fuer allradantrieb ausgeschrieben sind, ueberall flogen papageien herum und die luft war erfrischend klar. Als wir an der kueste angekommen sind, haben wir das auto am strand “geparkt” und sind baden gegangen, uiuiui das wasser war vielleicht kalt und die wellen hoch… nach einer weile sind wir wieder zum auto zurueckgelaufen, aber wir konnten nicht mehr auf die strasse fahren, denn ein auto versperrte den einzigen weg, weil es das schild nur fuer allradantrieb nicht gelesen hatte und feststak… es hat ueber eine stunde stunde gedauert, bis ein groesserer jeep das auto aus dem weg geraeumt hatte. Es wurde schon dunkel und zu spaet, um wieder zur farm zu fahren, also beschlossen wir kurzer hand aus einem 2 tagestrip einen dreitaegigen zu machenJ wir haben den jeep in der naehe vom strand geparkt und im auto geschlafen, war zwar nicht sehr komfortabel, aber wir hatten ein dach ueberm kopf ;)

Um den dritten tag dann nochmal richtig zu nutzen sind wir nochmal wandern gegangenJ diesmal in der naehe von lorne um den lake elizabeth, ohne schlangen aber mit einer wunderschoenen landschaft. Als wir fast wieder auf der great ocean road waren, sind wir nochmal zu einem aussichtsrundgang gefahren und da hab ich in einem gumtree doch tatsaechlich einen koala entdeckt…es ist schon was besonderes einen koala in freier wildbahn zu sehen (im gegensatz zu schlangen, denn die sind mir hinter einen dicken glasscheibe doch lieber^^)

 Tja, das war der trip, voller abenteuer und atemberaubender landschaft!

Ah, ja und gestern abend gabs gleich das naechste abenteuer, denn da bin ich mit steve auf eine spotlighttour gegangen, dass heisst wir sind auf dem quad auf seine plantagen gefahren und haben mit einer art flutlicht und ner shotgun hasen gejagt! J ich hab das erste mal ein echtes gewehr in der hand gehabt und geschossen…(nur leider nich getroffen ;) ) dafuer hat steve zwei hasen geschossen und wir haben possums, fuechse, ein wombat und fledermaeuse gesehen. Puh, die eine fledermaus war so riesig, die haette man glatt mit pegasus, dem fliegenden pferd verwechseln koennen…;)

Heute war ich auf der geburtstagsfeier von steves nichte, war auch mal interessant das australische familienleben kennenzulernen, die leute sind so wahnsinnig offen, nett und humorvoll…

Es waren ein paar schoene tage…  morgen oder uebermorgen gehe ich dann endlich nach melbourne, um die innenstadt zu erkunden…

5.01.2008

Endlich geschafft!

juuuuuhhhhhhhuuuu, endlich haben wirs geschafft, die brombeerernte ist vorbei und jetzt ist erholung angesagt!

achja, silvester hab ich auch gut ueberstanden, aber es gibt wieder was zu erzaehlen:
Steve war so lieb und wollte uns (also ein franz. paerchen und mich) nach melbourne reinfahren, das problem war aber, dass sein auto mitten auf dem freeway stehen geblieben ist… die benzinpumpe war vollkommen ueberhitzt und kaputt, es waren naemlich am 31. in melbourne 41 grad! nach 15 minuten hat ers dann irgendwie geschafft, das auto wieder zu starten und so sind wir ein stueckchen mehr in die city gefahren, bis das auto wieder stehen geblieben ist und wir laufen mussten, war aber halb so wild, denn den treffpunkt mit robby und julia haben wir gefunden und konnten uns gemuetlich in den albertpark setzen und trinken/feiern.

nachts um 3 oder 4 hat steve uns dann wieer abgeholt, aber mit nem auto von nem freund, das in den hinteren sitzen plasmabildschirme hatte!  :) an sich wars nich schlecht, aber die hitze war unertraeglich, denn nachts um 4 waren es immer noch 35 grad und dann im zelt zu schlafen war nicht sehr angenehm, deswegen bin ich auch um 8 schon wieder aufgestanden. und dann gings gleich weiter, denn steves auto war ja kaputt und musste zum mechaniker und damit er wieder zurueck konnte, musste ich auch fahren.

also bin ich auto gefahren mit restalkohol im blut, das steuer war auf der rechten seite, ich musste im linksverkehr mit kupplung fahren, das auto war ein alter, schrottreifer pickup, die strasse war eng und ich hatte nicht einmal eine internationale fahrerlaubnis…, am ende wars aber halb so wild, denn nach 5 minuten waren wir schon da  :)  (als wir das auto wieder abgeholt haben, durfte ich dann sogar sein automatik fahren^^)

die letzten tage haben steve und phill immer was mit mir unternommen:
wir waren auf nem kleinen berg hier in der naehe, von dem man ueber ganz melbourne blicken konnte (ich hab noch nie so viele lichter gesehen!), gestern waren wir in nem riesigen casino und im healesville sanctuary, einem tierpark mit koalas, kaenguruhs, wombats, schnabeltieren, tasmanischen teufeln, dingos, kookaburahs und vielen mehr, wir gehen auch fast jeden tag essen, also ist hier immer was zu tun^^

ach ja, das beste habe ich ja noch gar nicht erzaehlt:
die beiden haben mich aus spass gefragt, ob ich denn nich mal bungeejumping machen moechte und wie ich so bin hab ich natuerlich gleich ja gesagt:D
das problem war nur, dass es in melbourne keins mehr gibt und so haben die zwei nach dem “naechstbesten” gesucht.
sie meinten es waere in cairns, was ja relativ weit noerdlich in australien ist, als sie dann nach fluegen geschaut haben, meinten sie, dass es billiger waere nach neuseeland zu fliegen als nach cairns und in neuseeland ist ja diese beruehmte bruecke von der man springen kann…
letztendlich meinten sie dann, dass wir nach neuseeland fliegen sollten, ich dachte anfangs es sei nur spass, aber mittlerweile sind die fluege fuer uns drei gebucht und ab 21. januar gehts ab nach neuseeland!!! unfassbar, ihr glaubt gar nich, wie sehr ich mich freue und wie dankbar ich den beiden bin… (und die beiden freuen sich schon wie kleine kinder, das sie mich “von der bruecke stuerzen koennen”  :)

ich hoffe alle hatten ein paar besinnliche tage!

am 24 musste ich noch arbeiten, da weihnachten hier erst am 25, also dem boxingday ist.

am 25. hatten allerdings alle einen tag frei und somit konnten wir richtig schoen ausschalefen. das wetter hat auch mal wieder mitgespielt, denn es hat endlich aufgehoert zu regnen. am christmas eve, also weihnachtsabend haben alle picker ein lagerfeuer gemacht und zusammen gegrillt, das war recht gemuetlich und auch was ganz besonderes, denn wer sitzt zu weihnachten schon draussen und isst kanguruh?^^

den naechsten tag konnten die maedels und ich geschenke aufmachen!! ja, denn wir drei haben von steve und phill weihnachtsgeschenke bekommen!! ich durfte mich ueber eine led-taschenlampe, einen reisefuehrer fur GANZ australien (und nauseeland), The Notebook auf dvd und 1,4 kg toblerone freuen!!! die beiden haben sogar in den reisefuehrer eine kleine nachricht geschrieben:

“Fuer Doreen, dein Laecheln wird fuer immer mit uns sein, danke, dass du unsere freundin bist. Pass auf der reise auf dich auf. wir werden dich vermissen, all unsere liebe, deine zwei brueder phill und steve”

boah, das hat mich echt geruehrt! und der tag hatte somit einen famosen start. viel gemacht haben wir am unserem freien tag aber trotzdem nicht^^ wir haben plaetzchen gebacken und uns dann in steves haus auf die couch gelegt und film gesehen… so richtig weihnachtsstimmung ist nicht aufgekommen, was aber gar nicht so schlecht ist, denn so habe ich auch kein heimweh bekommen ;)

die maedels sind heute abgefahren und somit bin ich wieder allein, was hier auf der farm aber nicht weiter schlimm ist, denn hier sind so viele leute und ich bin ja den ganzen tag am arbeiten^^ trotzdem werde ich die beiden vermissen, wir haben uns mittlerweile aneinander gewoehnt und ne menge spass gehabt^^

ach ja, wir drei haben steve phill und july uebrigens auch ein kleines weihnachtsgeschenk gemacht, wir haben fotos von uns ausgedruckt und auf drei t-shirts gebuegel. als die drei das bekommen haben, waren sie happy und haben sich tierisch gefreut, das hat sich gut angefuehlt^^

silvester holen mich die maedels voraussichtlich von der farm ab und wir feirn dann in melbourne city^^

ich wuensche allen einen guten rutsch und ein gesundes neues jahr^^

27.12.2007

Farmerbraut :)

puh, nach fast einem monat auf der farm fuehl ich mich hier schon wie zu hause! :)

der alltag hat sich kaum geaendert, jeden tag bin ich am packen und das fast 12 stunden am tag…

hier mal ein kleiner einblick in mein farmleben:

um 6 frueh klingelt der wecker in meinem zelt und ich erwache aus einem eigentlich langen aber irgendwie doch viel zu kurzem schlaf. manchmal, wie vor 2 tagen hab ich dann auch gleich besuch an meinem zelt, da war naemlich eine etwa 10 cm grosse spinne zu meiner unhaltbaren begeisterung!!! naja, dann schnapp ich mit meine waschtasche und geh zu den duschen, denn da gibts auch den einzigen spiegel, nach 50 metern bin ich da, und putze mir unter freiem himmel, meist zu sensationellen wolkenkonstellationen die zaehne^^ dann gehts wieder zurueck in die farm (denn da wo die duschen sind ist ein anderes grundstueck) und ich ess schnell cornflakes, punkt sieben uhr stehen dann die maedels und ich am shed (schuppen) wo sich auch die packstation befindet. wir bereiten dann alles vor, dass heisst wir muessen uns deckel hinstellen, beeren aus dem grossen kuehlraum nebenan holen, fliessband einschalten und und und

dann gehts auch schon los mit dem beeren verpacken, pro punnet(also schale) 165 gramm, die picker(pfluecker) haben die beeren schon in punnets gelegt, die dann zu 8 oder 16. in einer box liegen. wir muessen dann die beeren so in den punnets ordnen, dass der deckel drauf passt und genug drin ist, dabei darf natuerlich keine beere zerquetscht werden. die matschigen kommen dann in die marmeladenbox und werden anderweitig verkauft. tja so geht das tag ein tag aus. zwischen morgens und mittag gibts ne raucherpause fuer die maedels, da bekommen wir meistens schokoriegel und ne cola, dann haben wir um 12 oder um 1 kommt drauf an, wie wir es wollen mittagspause. abgezogen wird uns ne halbe stunde, aber wir machen meistens ne dreiviertelstunde, weil kochen… in den letzten tagen kommt es immer oefter vor, deass steve uns auch was zum mittag holt. z.b. fish n chips, pies (herzhafte kuchen)… bis zum feierabend um 6 oder um 7 gibts dann noch eine raucherpause mit suesem oder saftigen erdbeeren, aepfeln, pfirsichen von befreundeten farmen. abends gehen wir dann immer duschen und kochen uns was, manchmal gibts auch nur brot oder tomate mit schafskaese… dann sitzen wir noch n bisl unter dem pavillion wo die provisorische kueche steht und dann gehts ab ins bett.

grad eben koennen wir die kueche aber nich benutzen, weil es geschuettet hat wie aus eimern und die gesamte wiese, wo die kuecheist und die zelte stehen unter wasser steht. die zelte stehen zum glueck auf einer erhoehung… einige abende unternimmen steve und phill noch was mit uns (wir drei werden etwas bevorzugt, weil wir im shed arbeiten und uns so gut mit den beiden verstehen:) ) einen abend sind wir in ein bisytro essen gegangen, den anderen abend haben wir gegrillt und getrunken^^ vorgestern sind wir pencake essen gegangen und danach hat steve uns nach ,melbourne reingefahren, um uns die weihnachtslichter zu zeigen(ist immerhin ne stunde fahrt!!) gestren waren wir in seinem haus und haben nen film geschaut (notebook, so romantisch und ein genialer film, sehr zum heulen und freund vermissen geeignet :( )

10.12.2007

Das Farmleben

seit elf tagen lebe ich nun schon in Wandin East( in der naehe von melbourne) auf einer farm und packe blackberries, also brombeeren ein! jeden tag, auch wochenende elf stunden ab frueh um 7. nun ja es ist echt hart, weil es recht eintoenig ist und ich im schuppen sitze, wo ich kein bischen sonne abbekomme, sondern eher friere! aber die bezahlung ist der hammer und noch viel besser sind die leute!

Steve ist der farmbesitzer und mein chef :) er ist megafreundlich und kann mich ziemlich gut leiden. er ist vielleicht so um die 50, sehr fuellig und hat keine kinder oder eine frau, deswegen ist er wahrscheinlich so spendabel zu uns maedels :)

jedesmal, wenn wir arbeiten gibt er uns schokoriegel und er fragt staendig ob alles in ordnung ist…

als er mitbekommen hat, dass ich in einem zelt schlafe und keinen schlafsack habe, hat er mir eine matratze und eine bettdecke gegeben. da ich ja das zelt der maedels benutze, weil die immer im auto schlafen, gab es nach ein paar tagen ein problem: ich hatte keinen schlafplatz mehr, weil die 2 ihr zelt als stauplatz fuer ihre sachen haben wollten… was macht steve? er kauft ein zelt und baut es zusammen mit phil, wir nennen ihn den unterboss (er ist 25 und fuer die kirschernte zustaendig) auf! und schenkt mir noch einen richtig geilen und teuren schlafsack! was soll man da sagen? netter  gehts kaum! und ich steh da und weiss gar nicht mehr wie ich ihm danken soll!

vor 2 tagen hat steve uns 3 und phil zum essen eingeladen und wir sind dann in eine austral. kneipe gefahren, mh endlich wieder richtig fleisch!

soviel zu den freundlichen leuten! sowas kann man sich in deutschland gar nicht vorstellen! auch als wir immer mit dem auto anhalten mussten, um den motor abzukuehlen, sind immer autos angehalten um zu fragen, ob wir hilfe brauchen…

nun gut, was das leben auf der fram betrifft passiert nicht viel spannendes, denn nach dem arbeiten schaffen wir es noch uns zu duschen, was zu essen zu machen und dann fallen wir schon wie tot ins bett… essen machen ist allerdings acuh nicht so einfach denn es gibt einen pavillon der unsere kueche darstellt und einen kuehlschrank, sowie einen gaskocher fuer alle picker… mh, da ist das kochen nicht sehr einfach.

die anderen picker sind auch sehr freundlich, wir teilen essen, quatschen und sitzen abends, also so um 8, um 9 gemuetlich (auf kuehltruhen oder kisten) zusammen. es ist also ein wenig spartanisch, aber es fetzt trotzdem. das wetter ist zur zeit so wie bei uns im april, nur waermer, es stuermt, giesst, es ist dann wieder heiss und trocken und dann nachts wieder eisekalt….

ich werde vorraussichtlich bis zur ersten januarwoche hier bleiben, denn bis dahin dauert die brombeerernte an. mal sehen was ich hier zu weihnachten und silvster mache :)

das abenteuer ist also voll am laufen!! und da man jatz jeden tag vertraute gesichter um einen hat, gehjt das mit dem heimweh auch wieder, obwohl ich natuerlich immer an meine lieben daheim denke!

so, ich ess jetz mal das snickers, das mir steve gerade hingelegt hat :)

also denn ich wuensche allen eine schoene weihnachtszeit!

weihnachten ist hier ubrigens nicht so festlich wie bei uns, die kennen nicht mal lebkuchen!! aber zum glueck gibts hier in der naehe ein aldi^^

an einem sonnig warmen Montag sind robby, julia und ich von sydney losgefahren. schon nach der ersten stunde wurden unsere plaene von einer ruhigen und sonnigen fahrt zerstoert, denn der freeway fuehrte durch den wald auf einer doch recht huegeligen strecke, die teilweise voller nebel war, sodass alle autos mit warnblinklicht gefahren sind, weil man den vordermann sonst nicht gesehen haette…

aber das war nicht alles, denn das auto von den beiden maedels ist baujahr 1991 und fuehrt ein eigenleben, dass heisst wir mussten aller 2 stunden anhalten, weil dann der motor zu heiss war und das oel, aus dem leck an der gasleitung verdampft ist und einen mysterioesen rauch ausgeloest hat! nun ja, insgesamt haben wir fuer die strecke etwa 3 tage gebraucht, tja entfernungen sind in australien doch etwas ueberdimensional…

zwischendurch hab ich in nem hostel, das eher wie ein geistereaus schien, geschlafen und wir haben auf nem campingplatz uebrnachtet bis wir endlich (fast) in melbourne angekommen sind. das problem war naemlich, dass wir nicht direkt nach melbourne wollten sondern nur in den vorort lilydale, wo ein office ist, das einen fruitpickingjob besorgen sollte. an dem dritten tag sind wir aber zu spaet losgefahren, weil wir mit dem auto noch zum mechaniker mussten, also wollten wir den scheinbar kuerzeren weg ueber die berge nehmen. das problem war aber, dass das auto nur einen gastank hat, den man nach ca. 200 km wieder auftanken muss, als wir aber durch die berge gefahren sind, hat sich die strecke doch so sehr gezogen, dass wir tanken mussten, aber das ding: es gab kein gas an den tankstellen, als wir dann einen einheimischen nach gas gefragt haben meinte der nur, habt ihr die strassenschilder nicht gesehne auf denen steht no gas?!

wir haben erst mal panik bekommen weil wir schon 230km gefahren sind und nun wieder zum freewey (55km) mussten!!

glueklicherweise hat der tank noch gereicht und wir sind mit einem schrecken und noch mehr verspaetung in liydale angekommen. natuerlich hatte das office schon zu und wir mussten eine schlafgelegenheit suchen. nach mehreren vergeblichen fragen wurde gesagt, dass es keinen campingplatz gibt, wir befanden uns gerade auf einer tennisanlage und ich dacht mir, da die australier so freundlich sind, dass ich mal frage, ob ich vielleicht auf dem grundstueck des tennisvereins zelten koennte. also geh ich da rein und treffe auf eine mama, deren toechter tennis spileten. sie hat dann nach einigen telefonaten eine farm fuer uns besorgt, auf der wir zelten konnten und einen fuitpickingjob fuer kirschen hatten, freude!

wir sind also da hin gefahren und wurden gleich etwas eingewiesen. nach einer sehr kalten nacht im zelt, die temperatur war etwa bei 10-13 grad und ich hatte keinen schlafsack, sondern nur handtuecher!!!, na jedenfalls sind wir dann doch nachmal zum office gefahren, weil wir noch nach eventl. anderen jobs ausschau halten wollten und siehe da, da gab es doch wirklich einen packingjob fuer uns drei mit 17 dollar die stunde. aber wir hatten ein schlechtes gewissen wegen, der farm auf der wir uebernachtet haben und nun doch nicht arbeiten wuerden. trotzdem haben wir uns entschieden auf der anderen farm mit packen anzufangen, also haben wir uns auf den weg gamacht. nach einer halbstuendigen fahrt kamen wir an und wollten unseren augen nicht trauen, denn wir waren genau wieder da, wo wir losgefahren sind!!!! nur auf der nachbarfarm. mit fuerchterlich schlechtem gewissen haben wir uns bei dem farmer namens steve gemeldet. aber es kam was kommen musste: der farmer bei dem wir zu erst waren sah uns und fuhr uns wutentbrannt entgegen und beschimpfte uns, dass unsere gewissensbisse noch groesser wurden! danach ist er zu unserem entsetzen zu steve in den schuppen gefahren. 2 stunden sassen wir 3 im auto und raetselten ueber moeglichkeiten, was wir nun machen sollten. sollten auch diese farm verlassen? wuerde uns steve von der farm schmeissen? sollen wir bleiben?

ich hab dann allen mut zusammengenommen und bin zu steve gegangen, um ihn zu fragen, ob wir noch bei ihm arbeiten duerften, lachend meinte er nur na klar, ach der andere farmer hatte nur einen schlechten tag!!!

so begann unser farmleben :)

So, nun hab ich Sydney mittlerweile ne ganze woche erforscht, war fast ueberall, in museen, gallerien, an mehreren haefen, in chinatown… um ehrlich zu sein, weiss ich kaum noch was ich machen soll ;)
die letzten tage war das wetter leider nich so toll, es ist sehr stuermisch und regnet ab und zu…
nen job hab ich auch nich bekommen, aber das ist ok, wenn ich sydney nun verlasse, weil es einfach zu teuer ist, wenns klappt werde ich naechste woche nen fruitpickingjob haben, mal sehn^^
ach ja baden war ich sogar auch schon, mit leuten vom hostel sind wir in ner hauruckaktion in die naehe vom hafen gefahren und haben uns an nem kleinen Strand (vor haien abgegrenzten Gebiet) hingelegt. spannend war eigentlich nur der weg hin und zurueck, wir sind naemlich mit nem minivan von nem iren, der im hostel wohnt gefahren, wir sassen auf der hinfahrt (sehr gequetscht) zu 10. drin auf dem rueckweg zu 12. ich weiss nich wie wir das ausgehalten haben, denn hinzu kommt, dass die karre so alt war, dass sie beim staerkeren beschleunigen (was bei der masse bergauf oefter von noeten war) immer ausm auspuff geknallt hat, so als wuerde der motor platzen… oh man^^ und vor der polizei mussten wir dabei natuerlch auch auf der hut sein
nun ja, ist schon komisch so weit von meinen liebsten entfernt ganz allein zu sein… hatte die letzten tage schon ganz schoen heimweh, solche tollen freunde und so ne klasse familie (Clemens und co. inbegriffen ;)), wie ich sie hab, findet man eben nur einmal auf der welt :D
nagut, das naechste mal meld ich mich hoffentlich aus ner anderen stadt…
ahja und danke fuer die kommentare und nachrichten, ich freu mich immer riesig, wenn ich was von der anderen seite der welt hoere!

So, nun bin ich endlich in Sydney angekommen, wieder ohne Probleme.
Gleich am ersten Tag bin ich, nachdem ich mir n Hostel gesucht hatte, gleich zum Hafen und hab mir das Operahouse und sie Sydneyharbourbridge angesehn, bin mit der faehre gefahren. alles wurde mir n bisl erleichtert durch Robby und Julia, die mich auch vom flughafen abgeholt haben. Sydney ist ne hammergeile Stadt, sehr, sehr gruen und modern, aber relativ sauber und voll mit wunderschoenen Gebaeuden im viktorianischen Stil.
Das einzige, wass so richtig bescheiden ist: hier isses hammerteuer, sodass man schnell viel Geld ausgeben muss.

Heute war ich im Royal Botanic Garden, da wars richtig klasse, ueberall Palmen, alles wie son bisl tropisch :) da fliegt dir eben mal n kakadu ueber deinen Kopf oder zwei papageien zecken sich vor dir… ich hab einfach mal an nem baum hochgeschaut und der hing voll mir riesigen Flughunden, alles so exotisch… hier gibts auch keine spatzen nur so voegel, die n bisl aussehen, wie ein Kiwi, sind auch relativ gross. dann war ich noch im Stadtteil The Rocks, dort isses wie in Irland, ueberall Pubs, Livebands, sehr chillig…
ach ja, mein Hostel is uebrigens in King Cross, was hier das Rotlichtviertel is, da geht abends ganz schoen was ab…
was auch sehr spannend ist, ist, dass man schnell leute kennenlernt, das fetzt und man hoert, viele spannende berichte…

die australier sind auch ganz nette leute, aber von der mentalitaet ganz anders als deutsche, die sind viel offener, kommen einfach so auf die zu und fangen ein gespraech an und erzaehlen dir alle moeglichen dinge, auch wenn du nur nach m weg fragst^^

ich muss mir jetz einfach schnell n job suchen, denn ohne kann man sich sydney nich lange leisten!
mal sehen obs klappt, wenn nich muss ich weiterziehen…

18.11.2007

Korea - Seoul

Hey, ihr Lieben, jetzt kommt endlich mein Reisebericht von Korea!

Die Zeit war wirklich richtig klasse, ich hab ne Menge gesehen und auch erlebt. Am ersten Tag hat mich der Micha, der in seoul fuer n halbes jahr studiert, vom Flughafen abgeholt, sodass ich nich total ahnunglos durch die Kante gestiefelt bin… Als erstes bin ich ins Hostel eingecheckt, was sehr einfach, aber vollkommend ausreichend war. Danach haben wir uns die Universitaet, wo Micha grad studiert, angeschaut, oh man, die haben durch ihren sponsor dort echt luxus; mit sesseln in den vorlesungssaelen, ein teil ist sogar 600 jahre alt und sieht aus wie ein Tempel. Abends sind wir dann koreanisch essen gegangen, was doch recht lecker war. als nachtprogramm gings dann zusammen mit Islaendern, Oesterreichern, Schweden, Franzosen und Deutschen in ne Bar, reisschnaps (soju) trinken…( kein weiterer Kommentar ;) )
die restlichen Tage bin ich dann durch seoul gestiefelt und mit der u-bahn gefahren. Ich hab mir Tempelanlagen angesehen, die sind so beeindruckend, wie im Film, vor allem wenn dahinter dann wolkenkratzer das Stadtbild erfuellen und die alte und neue welt aufeinandertreffen! Von seoul hab ich echt ne menge gesehen und so viele dinge beobachtet, was auch genial war: an den strassen wachsen ueberall ginkobaeume, die jetz im herbst gelb gefaerbt sind, dann gibts noch baeume mit knallrotem laub und a-hornbaeume mit blaettern, die nen durchmesser von 40cm haben… zusammen ergibt das so ne sagenhafte farbenpracht… witzig war auch, dass einen die leute dort die ganze zeit anglotzen, man ist halt doch was besonderes als europaeer, teilweise wollten sie sogar fotos von mir machen^^
aber die koreaner sind echt sehr freundlich und hilfsbereit… und die koraen. maedels sind immer topgestylt und tragen generell arschkurze sachen und hohe schuhe(an den anblick muss man sich erst mal gewoehnen…)
ansonsten ist Asien so anders als europa, es riecht anders, meistens nach Fisch und anderem essen, es sieht anders aus, d.h. in seoul stehen etliche wolkenkratzer, es gibt aber auch einige parks und beeindruckende, koenigl. grabmaehler, palaeste, tempel, es ist jedoch auch relativ dreckig und sehr chaotisch, vor allem der verkehr, immer wird gehupt, man faehrt, wie man gerade lustig ist, also fahren motorraeder teilweise aufm Fussweg und als Fussgaenger muss man so sehr aufpassen!!!
dann is alles sehr bunt und blinkt, vor allem nachts, da gehts hier richtig ab…
alles in allem war es ne richtig schoene erfahrung, aber doch sehr fremd, da es ne ganz andere welt ist:).

also noch 6 Tage dann gehts los auf die spannende Reise, ich freu mich echt schon riesig drauf…

meinen nächsten beitrag werde ich sicherlich in sydney verfassen :-)

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